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Zusammen verschieden

Förderung der Gleichheit der Geschlechter in der Arbeitswelt, nachhaltige Eingliederung Jugendlicher in das Berufsleben, Vorbeugung und Bekämpfung von Diskriminierung, Beschäftigung von Menschen mit Behinderung und von Senioren: SNCF* engagiert sich für Vielfalt in allen ihren Facetten.

*Auf dieser Seite ist mit SNCF das ÉPIC (öffentliche Eisenbahnunternehmen mit kommerziellem Charakter) bezeichnet, d.h. der Konzern ohne seine Tochtergesellschaften.

Entdecken Sie unseren Leitfaden für die Vielfalt (pdf in FRZ)


Mit Innovation Vielfalt und Gleichstellung fördern

Jung sein ohne Ausbildung oder Abschluss, eine Behinderung haben, das 50. Lebensjahr bereits hinter sich haben, von einem anderen Kontinent oder aus einem anderen Kulturkreis stammen... alles Besonderheiten, die den wirklichen Reichtum eines Unternehmens ausmachen. Damit sich diese Eigenschaften zum Wohle aller entwickeln können, werden sie von SNCF seit Jahren mit kreativen und innovativen Initiativen gefördert:

  • Nachhaltige Eingliederung junger Menschen in das Berufsleben
  • Berufsausbildung Jugendlicher im dualen System
  • Geschlechtervielfalt und Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern
  • Beschäftigung von Senioren
  • Beschäftigung von Menschen mit Behinderung
  • Vorbeugung und Bekämpfung von Diskriminierung

Die Kennzahlen des SNCF-Engagements

1992: Abschluss der ersten Betriebsvereinbarung zur Förderung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung
2004:
Unterzeichnung der Charta über die Vielfalt in Unternehmen
2006
: Abschluss der ersten Betriebsvereinbarung zu beruflicher Gleichstellung von Frauen und Männern und Geschlechtervielfalt und Veranstaltung des ersten Jobforums „Rendez-vous Égalité & Compétences“ in den sozialen Brennpunktvierteln
2008:
Beteiligung an der Aktion „Espoir Banlieues“ (nationales Engagement für die Berufseingliederung Jugendlicher aus Problemvierteln)
2012:
Abschluss eines Rahmenabkommens mit dem Staat über die Beschäftigung in der Zukunft
2013
: Abschluss eines Abkommens mit dem Ministerium für die Gleichstellung der Frau

Entdecken Sie unseren Leitfaden für die Vielfalt (pdf in Französisch)


Geschlechtervielfalt & berufliche Gleichstellung

SNCF hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Unternehmenskultur zu entwickeln, die auf der Gleichstellung von Frauen und Männern im Berufsleben basiert. Diese Entschlossenheit zeigt sich seit mehreren Jahren in einer Reihe von Kollektivverträgen mit den Arbeitnehmervertretungen. Die Aktionen, die in diesem Rahmen durchgeführt wurden, sind im März 2014 mit dem Afnor-Label „Égalité Professionnelle“ (berufliche Gleichstellung) ausgezeichnet worden.

Diese Gleichstellungspolitik verfolgt 5 Hauptziele:

  • Die Geschlechtervielfalt schon in den Rekrutierungsverfahren stärken
  • Die Geschlechtervielfalt in den einzelnen Berufszweigen durch Anpassung der Arbeitsbedingungen fördern
  • Die Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern bei den Karriereplänen fördern
  • Elternschaft besser in die Karrieren integrieren
  • Eine bessere Abstimmung zwischen Berufs- und Privatleben begünstigen

Im Rahmen der Förderung der Gleichstellung zwischen Mann und Frau war SNCF der erste große französische Konzern, der sich direkt an die Gymnasiastinnen wandte. Seit 2012 lädt SNCF im ganzen Land junge Mädchen ein, auf einer Präsentationsveranstaltung die technischen Berufe kennenzulernen. Auf dem Programm des Girl’s Day: Diskussionen und Vorort-Besichtigungen, damit die Gymnasiastinnen einen Eindruck von den Eisenbahnberufen der Zukunft erhalten. Rund 700 SNCF-Mitarbeiter empfangen so jedes Jahr annähernd 3.000 Teilnehmerinnen in ihren Betriebsstätten.


Beschäftigung von Menschen mit Behinderung

SNCF verfolgt auf diesem Gebiet seit mehr als 20 Jahren eine aktive Eingliederungspolitik und ist heute der größte französischer Arbeitgeber für Menschen mit Behinderung (ausgenommen öffentlicher Dienst). Seit 1992 wurden nacheinander sechs Abkommen geschlossen, damit Behinderungen für Menschen bei Arbeitssuche, Arbeitsleben und Karriereplanung kein unüberwindliches Hindernis mehr sein  müssen.

Heute stellen über 6.000 behinderte Mitarbeiter ihre Fertigkeiten in den Dienst von SNCF. Die aktuelle Unternehmenspolitik für behinderte Arbeitnehmer zeigt sich vor allem in vielfachen Aktionen, die im Rahmen der „Mission Handicap & Emploi“ mit einem einzigen Grundsatz durchgeführt werden: Was zählt, ist die Kompetenz.

Hantrain, duale Ausbildung für alle

Seit 2012 bietet das Programm Hantrain Menschen mit Behinderung mehrere duale Ausbildungsmöglichkeiten zu Erlernung eines Berufs bei SNCF. Dabei steht die ständige Begleitung der Auszubildenden während ihrer gesamten Lehrzeit im Mittelpunkt:

  • Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche
  • Erlangung eines staatlich anerkannten Abschlusses
  • Beschäftigungsangebote

Nächster Termin:  Anfang Januar 2015, Bewerbungsstart für einen neuen Hantrain-Jahrgang


Beschäftigung von Jugendlichen und Senioren

Ob jugendliche oder ältere Arbeitnehmer, das Engagement von SNCF berücksichtigt jeden, weil wir davon überzeugt sind, dass die Vielfalt seiner Menschen auch den Reichtum eines Unternehmens ausmacht. Mit ihrer Erfahrung, ihrem Know-how, ihrer Kenntnis des Unternehmens und seiner Metiers sind vor allem die Senioren von unschätzbarem Wert für SNCF. Deshalb hat der Anteil der SNCF-Mitarbeiter über 55 Jahren an der Gesamtbelegschaft Ende 2014 bereits 11,2% erreicht (gegen 7,9% im Jahr 2012). SNCF arbeitet daran, dass sich die Verlängerung der Lebensarbeitszeit sowohl für die Mitarbeiter als auch für das Unternehmen lohnt.

Um eine langfristige Berufseingliederung jugendlicher Arbeitnehmer zu gewährleisten, arbeitet SNCF mit einem umfangreichen und angepassten Maßnahmenpaket, das den Problemen der jungen Menschen bei der Arbeitssuche Rechnung trägt. Zwischen 2013 und 2014 hat der Konzern 750 Arbeitsverträge „Emplois d’Avenir“ (auf 18 Monate befristete erneuerbare Verträge) geschlossen. Diese Maßnahme richtet sich an 18- bis 25jährige mit geringer oder keiner Berufsqualifikation, die aus Problemgebieten stammen und Schwierigkeiten haben, eine Beschäftigung zu finden. Sie ist als echte Begleitung auf ihrem Weg in das Erwerbsleben gedacht. Daneben veranstaltet SNCF regelmäßige Rekrutierungsaktionen in Problemvierteln, um kompetente potenzielle Mitarbeiter zu interessieren, die nicht unbedingt daran gedacht hätten, sich bei unserem Unternehmen zu bewerben. Seit 2006 wurden mehr als 6.000 Jugendliche aus Problemvierteln eingestellt.

Duale Ausbildung, eine Alternative für jeden Jugendlichen

SNCF stellt jedes Jahr in sehr vielen Berufszweigen Jugendliche für duale Ausbildungsgänge ein. Diese jungen Leute repräsentieren heute fast 5% der gesamten Belegschaft unseres Unternehmens. In bestimmten Eisenbahnberufen und mit dem Ziel einer bedarfsgerechten Qualifizierung künftiger Fachkräfte bietet der Konzern Ausbildungsmaßnahmen an, die in Partnerschaft mit Gymnasien, Universitäten und Hochschulen durchgeführt werden.


Vorbeugung und Kampf gegen Diskriminierung

Mit seinen vielfältigen Engagements, wie zum Beispiel der Mitgliedschaft im „Global Compact“ der Vereinten Nationen, dem unser Unternehmen seit 2003 angehört, oder der französischen Version der „Charta der Vielfalt“, die 2004 unterschrieben wurde, hat SNCF gezeigt, dass eine Politik der Vielfalt auch Vorbeugung und den entschiedenen Kampf gegen jede Form von Diskriminierung zum Ziel haben muss. Deshalb werden in jedem Jahr rund 3.000 Führungskräfte und Mitarbeiter im Personalwesen für den Kampf gegen Diskriminierung geschult und sensibilisiert. Die SNCF-Politik auf diesem Gebiet basiert auf den Werten Verantwortung, Effizient und gegenseitiger Respekt und hat es sich zum Ziel gesetzt, Vielfalt zu einem leistungsfördernden Katalysator zu machen.

Die Charta der Vielfalt herunterladen (PDF in Französisch)