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Notrufnummern
3117 und 31177

Die Notrufnummer 3117 wurde ursprünglich nur für Transilien-Züge eingerichtet und im Juni auf das gesamte französische Eisenbahnnetz ausgeweitet. Seit dem 14. Dezember 2015 sind unter der Nummer 31177 auch Notrufe per SMS möglich. Hier finden Sie alle Informationen über den Gebrauch dieser Notrufnummern und was bei Anruf geschieht.


Notrufnummern in Frankreich:

Feuerwehr (18)
Polizei (17)
Rettungsdienst (15)
Europäischer Notruf (112)

Wann
und warum?

In Situationen, in denen Ihre Sicherheit gefährdet ist, muss SNCF schnell und effektiv handeln.

Die 45 Telefonisten der Notrufnummern haben eine klar definierte Aufgabe: Sie verständigen die Rettungskräfte (Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, Minenräumdienst) in Echtzeit, informieren sie über die Herkunft des Notrufs und liefern ihnen alle wichtigen Informationen über den aktuellen Zugverkehr.
 
Sollten Sie im Bahnhof oder im Zug Zeuge oder Opfer eines verdächtigen oder gefährlichen Vorfalles oder eines Angriffs werden, dann verständigen Sie bitte:

  • die Telefonnummer 3117, kostenfrei von allen Mobil- und Festnetzanschlüssen
  • die SMS-Nummer 31177, zum normalen SMS-Tarif Ihres Telefonanbieters

Diese Notrufnummern ergänzen die bekannten Notrufnummern der Rettungskräfte, haben jedoch keine Ersatzfunktion.

Seit dem 1. September 2015 wurden diese Notrufnummern auch den spezifischen Besonderheiten bei terroristischen Angriffen angepasst. Die Telefonisten werden für derartige Situationen speziell geschult und bei Notrufen mit derartigem Hintergrund wird ein speziell für solche Fälle erarbeitetes Operationsschema ausgelöst.


Wie
funktioniert es?

Beide Notrufnummern sind an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr im gesamten französischen Eisenbahnnetz erreichbar. Wenn Sie die Nummer 3117 (Telefon) oder 31177 (SMS) rufen, werden Sie in weniger als 25 Sekunden mit mit einem Mitarbeiter der Telefonzentrale von SNCF (Centre de Gestion des Appels SNCF) verbunden.

Er fragt bei Ihnen die wichtigsten Schlüsselinformation ab: Identifizierung des Anrufers, Anlass des Anrufs (Gesundheitsprobleme oder Gefahrensituation bei einem Fahrgast), Ortsbestimmung (Abfahrtsbahnhof und Abfahrtszeit, Ankunftsbahnhof, genauer Ort des gemeldeten Vorfalls: vorderer, mittlerer, hinterer Teil des Zuges). Der Telefonmitarbeiter macht eine Bestandaufnahme Ihrer Situation.
Die Telefonnummer des Anrufers wird gespeichert, um eine umgehende Rückmeldung zu gewährleisten und eine genaue Ortsbestimmung zu ermöglichen.

Je nach Ergebnis der Lagebestimmung leitet der Mitarbeiter den Notruf, den er über die Nummern 3117/31177 entgegen genommen hat, mit der Aufforderung zum „Handeln“ an die Kommandozentrale des nationalen SNCF-Sicherheitsdienstes (PCNS) und/oder an die SNCF-Verkehrsleitzentrale weiter.

Alle 45 Telefonoperateure sind im Besitz eines beruflichen Befähigungsnachweises des Nationalen Rates der privaten Sicherheitsdienste, des Conseil National des Activités Privées de Sécurité (CNAPS). Sie sind auf das Management jeder erdenklichen Situation geschult und können bis zu 2.000 Anrufe täglich entgegennehmen.