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1997 wird das Réseau Ferré de France gegründet, der Bahntransport wird den Regionen übertragen. Alles änderte sich.Die Reform des französischen Eisenbahnsystems aus dem Jahr 1997 erfüllt die Vorschriften einer EU-Richtlinie von 1991: Klare Trennung der Kompetenzen zwischen Bahnbetreibern und Netzbetreibern. Damit entstand das Réseau Ferré de France (RFF), dem das staatliche Eisenbahnnetz und ein Teil der Schulden der SNCF (20,5 Mrd. Euro von 30,3 Mrd. Euro Ende 1996) übertragen wurden. RFF ist für den Ausbau und den Unterhalt des französischen Schienennetzes verantwortlich (Gleisanlagen, Signalanlagen, Betriebs- und Wartungsgebäude). Um die Sicherheit und Kontinuität des öffentlichen Verkehrs zu gewährleisten, beauftragt das RFF die SNCF mit der Verkehrsleitung und dem Netzbetrieb sowie mit dem Betrieb und der Instandhaltung der technischen Anlagen und Sicherheitseinrichtungen. Die Beziehungen zwischen SNCF und RFF. Die Reform aus dem Jahr 1997 hat die Spielregeln festgelegt. Die SNCF bezahlt Maut an das RFF für die Nutzung der Infrastruktur. 2007 betrug diese Maut 2,7 Mrd. Euro. RFF bezahlt die SNCF für den Betrieb und die Instandhaltung des Netzes. 2007 betrug dieses Entgelt 3,8 Mrd. Euro. RFF übernimmt den Schuldendienst, indem an die SNCF Zinsen und Tilgungen überwiesen werden. Ende 2007 waren Restschulden von 3,7 Mrd. Euro vorhanden. Die Regionen. Mit der Reform 1997 wurde die Verantwortung für den Fahrgasttransport an die Regionen übertragen. Sieben Regionen testeten dies von 1997 bis 2001. Der Erfolg führte zum Gesetz über Solidarität und urbane Erneuerung, mit dem die Übertragung der Verkehrshoheit per 1. Januar 2002 vollzogen wurde. Die Regionen wurden dadurch zu den Organisationsbehörden für den Transport. Sie schließen mit der SNCF Verträge ab, in denen die Betriebsbedingungen und die Finanzierung des regionalen Bahnbetriebs festgelegt werden. Nach fünf Jahren stehen nun die ersten Verträge vor dem Auslaufen und werden unter neuen Vorzeichen neu ausgehandelt: Die Verbesserung der angebotenen Dienstleistungen und die Schaffung von Verkehrsverbunden sind dabei die wichtigsten Faktoren. Zehn solche neuen Verträge wurden 2007 abgeschlossen (Franche-Comté, Bourgogne, Rhône-Alpes, Languedoc-Roussillon, PACA, Poitou-Charentes, Bretagne, Picardie, Lorraine, Centre). Im Jahr 2008 wurde der Transilien-Vertrag mit STIF unterzeichnet und fünf TER-Verträge neu ausgehandelt (Haute-Normandie, Basse-Normandie, Midi-Pyrénées, Pays de la Loire und Nord-Pas de Calais). Weitere Infos dazu finden Sie hierRichtlinie vom 29. Juli 1991: Entwicklung der Eisenbahnen in der Gesellschaft |
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