Die SNCF und das Institut d'Economie Industrielle de Toulouse beschäftigten sich mit der Frage: Wettbewerb im Bahnwesen, welche Regelungen sind notwendig?
Anwesend!
Am 8. Juli folgten Entscheidungsträger aus dem Eisenbahnregulierungswesen aus Frankreich und Europa der Einladung von SNCF und IDEI. Behörden und andere Branchen, Betreiber, Verwalter der Infrastruktur, Juristen und Wirtschaftsleute kamen, um über die Herausforderungen des kommenden Wettbewerbs im Bahnwesen zu diskutieren.
Auf der Tagesordnung
Das Gesetz ARAF wurde Ende September in der Assemblée Nationale verabschiedet, wenige Monate vor der Freigabe des internationalen Eisenbahnverkehrs für den Wettbewerb am 13. Dezember 2009.
Ein Wendepunkt:
Der französische Markt öffnet sich mit der Umsetzung der europäischen Richtlinien Zug um Zug für den Wettbewerb. Der Bahntransport für Güter war der erste Schritt: 2003 für internationalen Verkehr, 2006 für den Inlandsverkehr. Die privaten Betreiber haben heute einen Marktanteil von 10%.
Die Öffnung des Personenverkehrs steht in den Startlöchern. Sie betrifft zunächst den grenzüberschreitenden Verkehr mit Kabotage. Inländische Strecken werden nur erlaubt, wenn sie Zusatzstrecken sind. So ist etwa Mailand-Paris mit einem Halt in Lyon möglich, da Lyon-Paris eine Zusatzstrecke für Mailand-Paris darstellt.
Die Überlegungen der öffentlichen Verwaltung zur Öffnung des regionalen Reiseverkehrs zeigen, dass wir nur am Anfang eines langen Prozesses stehen.
In diesem Zusammenhang ist die Schaffung einer zentralen Eisenbahnbehörde zu Beginn des kommenden Jahres eine Notwendigkeit. Sie überwacht nicht nur die Aktivitäten der Bahnbetreiber, sondern auch die Beziehungen zwischen dem Verwalter der Infrastruktur und den Bahnbetreibern. Dieser Punkt ist besonders wichtig, damit das System in seiner Gesamtheit reibungslos funktioniert.
Das Seminar am 8. Juli 2009, das gemeinsam von SNCF und IDIE organisiert wurde und Teilnehmer aus anderen Branchen, aus dem Ausland und von anderen Bahnbetreibern eingeladen hatte, war daher ein guter Beginn für weiterhin erforderliche Gespräche.
Nach einem Erfahrungsaustausch mit anderen Sektoren, in denen der Wettbewerb eingeführt wurde, und einem europäischen Rundblick über die Rolle der Eisenbahnregulierungsbehörden, brachten die anwesenden, derzeit und zukünftig aktiven Teilnehmer ihre Erwartungen in meist recht klaren, nicht immer übereinstimmenden Meinungen zu dieser neuen Behörde (Autorité de Régulation des Activités Ferroviaires, ARAF) zum Ausdruck.
Zusammenfassung der Gespräche (PDF in Französisch)Seminarbericht (PDF in Französisch)