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Die Schienenautobahn

Fracht und Huckepackverkehr

26/08/2010

500.000 Lastwägen auf Zügen und 500.000 Tonnen CO2 weniger im Jahr. Die SNCF will die Bahn auslasten, die Straße entlasten und das Klima retten.

Auf dem Umweltgipfel 2007 wurde gefordert: Der Anteil der Bahn- und Binnenschifffahrtsfracht muss bis 2012 auf 17,5 % und bis 2022 auf 25 % steigen. Da bleibt noch einiges zu tun! Der Anteil ist von 42 % im Jahr 1984 auf 14 % im Jahr 2007 gesunken. Der Staat investiert 7 Milliarden Euro und die SNCF krempelt die Ärmel hoch, um die Verpflichtung am Ende doch noch zum Erfolg zu führen.

Es ist zu schaffen! Die ersten beiden in Betrieb genommenen "Schienenautobahnen" beweisen es. Die Verbindung Luxemburg-Perpignan überbrückt über 1000 km in 14,5 Stunden, mit einem Pünktlichkeits-Spielraum von 30 Minuten in über 93 % der Fahrten. 2009 hat sie 17.000 Aufleger von der Straße abgezogen, 2010 werden es 31.000 sein. Die "alpine Schienenautobahn" überquert die Alpen zwischen Aiton und Orbassano. Sie hat 2009 22.000 Brummi-Einheiten verladen - frische Luft für die Anrainer und für unsere schönen Berge.

Und weiter... Ab 2013 wird die "alpine Schienenautobahn" bis in das Gebiet Lyon verlängert. Die SNCF möchte sie an die Strecke Luxemburg-Perpignan anbinden und damit einen durchgehenden Transportweg von den Häfen der Nordsee bis nach Spanien schaffen. Zwei weitere "Schienenautobahnen" werden derzeit geprüft: Lille-Turin für 2012 und Lille-Paris-Bayonne für 2013. Insgesamt könnten bis zum Jahr 2020 auf diesen vier Strecken 500.000 LKWs mit mehr als 50 Pendelzügen pro Tag transportiert werden.

Hinweis für Speditionen: Sie können sogar am Sonntag die Grenzen überschreiten, Ihre klassischen Sattelschlepper verwenden (keine Investition), die Risiken des Straßenverkehrs und Verspätungen vermeiden und Ihren CO2-Ausstoß um 80 % reduzieren. Alle auf die "Schienenautobahn"!