Die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke in Marokko von Tanger nach Casablanca wird 60 hochqualifizierte Fachleute der SNCF sechs Jahre lang auf Trab halten...
Ein bahnbrechendes Projekt
Die Durchquerung Marokkos mit 320 km/h wird auf zwei Strecken bewerkstelligt. Die erste wird Tanger mit Casablanca verbinden und die 200 Kilometer in 2 Stunden statt wie heute in 5 drei viertel Stunden bewältigen. Die zweite wird von Casablanca nach Marrakesch führen und für diese 175 km 1 ein viertel Stunden statt wie bosher 3 ein halb benötigen. Die erste Strecke wurde bereits in Angriff genommen. Kostenpunkt: 1,8 Milliarden Euro.
Die SNCF am Werk
Die ONCF (staatliche Bahn in Marokko) hat der SNCF die Projektleitung für das gesamte Projekt anvertraut. Seit Januar 2009 befindet sich ein Spezialistenteam in Rabat, das eine grosse Aufgabe zu bewältigen hat: Vom Bau der Strecke und einer Wartungswerkstatt über die Beschaffung der Zuggarnituren bei Alstom bis zur Ausarbeitung der Geschäftspolitik und der Inbetriebnahme der neuen Strecke im 2. Halbjahr 2015 sowie deren Betreuung über 4 Monate. In Summe: 6 Jahre Baustelle für 55 Fachleute von SNCF International, Inexia, der Materialdirektion und SNCF Voyages.
Fortsetzung folgt...
Die erste Hochgeschwindigkeitstrasse Marokkos ist auch die erste auf dem afrikanischen Kontinent. Durch dieses Projekt öffnet sich ganz Afrika für die SNCF, ausgehend vom maghrebinischen Teil. Die SNCF positionierte sich bereits mit anderen Projekten in Marokko, etwa der Nutzung der Bahninfrastruktur und der Optimierung des Güterverkehrs.