Nach einigen Zwischenfällen mit Fahrleitungen beschloss der SNCF-Präsident Guillaume Pepy eine landesweite Diagnoseprüfung aller Fahrleitungen und Fahrstromabnehmer.
Unglückliche Zufälle oder Schwachstellen? In der letzten Zeit kam es häufig zu Brüchen der Fahrleitungen. Verspätungen für die Fahrgäste waren die Folge. Der Präsident der SNCF, Guillaume Pepy, beschloss daher eine Operation Diagnose bisher ungekannten Ausmaßes. 1.500 Mitarbeiter sind in ganz Frankreich 15 Tage unterwegs, um eine strenge Diagnose zu stellen.
Der Strom muss fließen! 10.000 km Fahrleitungen (die Oberleitung, aus der die Lokomotive ihren Strom bezieht) werden von 1.000 Mitarbeitern an 250 gefährdeten Stellen (große Bahnhöfe oder vielbefahrene Weichen) auf Herz und Nieren geprüft. Auch in den Remisen wird geprüft! Mehr als 7.000 Stromabnehmer (die einziehbare Stahlkonstruktion auf dem Dach der Lokomotive, mit der der Strom abgenommen wird) werden von 550 Technikern in nicht ganz 15 Tagen überprüft.
Ergebnisse werden Ende September erwartet. Die SNCF und RFF, der Eigentümer des Streckennetzes, werden überall intervenieren, wo Schwachstellen entdeckt werden. Damit das Versprechen Nr. 1 der SNCF gehalten wird: Der Zug ist pünktlich, was auch immer geschehen mag!