Mehr als 400.000 behinderte Menschen fahren jährlich mit dem Zug. Ihre Betreuung hat für die SNCF oberste Priorität.
Investieren
Das Gesetz vom Februar 2005 gibt de Transportunternehmen und Regionen 10 Jahre Zeit, um die öffentlichen Verkehrsmittel für alle behinderten Fahrgäste zugänglich zu machen. Die SNCF hat deshalb beschlossen, 500 Millionen Euro aus Eigenmitteln zu investieren, um die gesamte Reisekette für Menschen mit jeder Art von Behinderung (visuell, auditiv, motorisch, geistig oder kognitiv) zugänglich zu machen.
Zuhören
Um die Einrichtungen an die tatsächlichen Bedürfnisse der Behinderten anzupassen, hat die SNCF beschlossen, sie direkt in die Strategie einzubinden.
Der Dialog wird von der Abteilung „Fahrgäste mit Behinderungen“ durchgeführt und bereits das erste Experiment lieferte aufschlussreiche Ergebnisse. Von Mai bis Juli 2006 verwandelte sich der Bahnhof Paris-Montparnasse in einen "Versuchsbahnhof für Zugänglichkeit"..
Behinderte Menschen testeten die bestehenden Einrichtungen, wählten die Piktogramme für Behinderte aus, nahmen die Magnetschleife ab, über die sich Schwerhörige mit Hörgerät in die Frequenz des Schalters einklinken können, und regten Verbesserungen für andere Anlagen an. Ziel der Aktion war, jene Einrichtungen zu ermitteln, die dann auf landesweiter Ebene genutzt werden können.
Begleiten
Zweite Säule der Zugänglichkeitsstrategie der SNCF: spezielle Dienstleistungen für behinderte Reisende, angefangen mit Accès Plus, einem kostenlosen Empfangs- und Betreuungsdienst. Hierfür genügt es, bis spätestens zwei Tage vor Reiseantritt das Servicezentrum Accès Plus zu kontaktieren (per Telefon, Minitel, Fax, SMS oder Mail). An 7 Tagen die Woche (von 7.00 bis 22.00 Uhr) nehmen Berater die Anfragen entgegen und koordinieren die Reise „von Anfang bis Ende“. Accès Plus steht derzeit in 58 Bahnhöfen zur Verfügung und soll 2008 auf über 400 Bahnhöfe in Frankreich ausgedehnt werden.