Mehr Fahrgäste, innovative Dienstleistungen und Kombiverkehr: der öffentliche Nahverkehr wandelt sich...
Beim TER bewegt sich etwas Die französische Transportbranche legte im Durchschnitt der letzten fünf Jahre jährlich um 2% zu. Dabei hebt sich der TER-Bereich (Regionalzüge) durch ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen ab: +6,5% im Jahr 2005, +8,6% 2006, in manchen Regionen sogar +12%, und +4,2% beim Transilien (Region Ile-de-France). Dieser Erfolg ist vor allem auf die von den Regionalräten veranlassten neuen Angebote zurückzuführen. Über 6.000 TER-Züge, zu 45% neu oder überholt, schwärmen Tag für Tag in die Regionen Frankreichs aus. Sie bieten nahezu 60 individuelle Tarife, Verbundtickets, moderne Informationsdienste und eine enge Kundenbindung. Eine positive Bilanz Die 1997 erprobte und 2002 ausgedehnte Regionalisierung des öffentlichen Nahverkehrs wird im Zuge der Neuverhandlung der Verträge auf eine neue Basis gestellt. 13 Verträge liefen Ende 2006 aus und die Verhandlungen mit den Regionalräten sind derzeit im Gange. Die Bilanz der ersten Vertragsgeneration fällt positiv aus: Zwischen 2002 und 2006 nahm das Verkehrsaufkommen um 21,5% zu. Aber der wahre Erfolg lässt sich nicht in Zahlen fassen: In fünf Jahren haben die Gebietskörperschaften viel über das Thema Bahnverkehr gelernt, über Technik, Kosten und Service. Sie beherrschen inzwischen das Wirtschaftsmodell der Aufgabenteilung und vergleichen die SNCF mit Betreibern und regionalen Anbietern in Nachbarländern. Die neuen Verträge sind viel mehr als eine bloße Vertragsverlängerung. Zweite Generation: Neue Zielsetzungen Jetzt müssen die neuen Anforderungen der Regionen integriert und das Engagement der SNCF verstärkt werden. Am 11. Dezember 2006 eröffnete die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur den Verhandlungsreigen und die Neuverhandlungen kamen gut voran. Allein das Transilien-Geschäft macht 40% des Umsatzes im öffentlichen Transportwesen aus. Alle Verträge der 2. Generation folgen derselben Logik: Erhöhung des Verkehrsaufkommens (30 bis 50% in 5 Jahren), Innovationen im Service (Ticketing, Fahrgastinformation und behindertengerechte Einrichtungen), Verkehrsverbund. Im Gegenzug sehen die Verträge ein verstärktes Engagement der SNCF im Bereich Servicequalität vor (Pünktlichkeit, Sicherheit, Komfort und Sicherheit an Bord), bei Verfehlungen muss sie mit Strafen oder reduzierten Beiträgen der Regionen zu rechnen. Aus der Chefetage„Die Position ist verständlich: Die Regionen möchten mehr Service für weniger Geld. Sie erwarten von der SNCF-Gruppe Vorschläge, die ihre Strategien zur Entwicklung des öffentlichen Verkehrs ergänzen.” |
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