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AUF DEN PUNKT GEBRACHT

 
 

Logisch reisen mit dem Verkehrsverbund

GIE Inter'actions

24/10/2007

Dem Bus nachrennen, den Anschlusszug wegen ein paar Minuten Verspätung verpassen oder doppelt zahlen müssen, weil für dieselbe Strecke verschiedene Verkehrsmittel genutzt werden...

...das sind einige der Nachteile, mit denen die Kunden des öffentlichen Verkehrs konfrontiert sein können. Kombinieren diese Fahrgäste auf einer Strecke verschiedene Transportarten, reisen sie "intermodal" - oder sagen wir es einfach: "Sie müssen umsteigen". Heutzutage erfordern 75% der Reisen im TER ein weiteres Transportmittel am Abreise- oder Zielort.
Aus diesem Grunde starten die Verkehrsdezernate Initiativen, um die verschiedenen Angebote in ihrem Zuständigkeitsbereich besser abzustimmen. Um ihren Kunden ungestörtes und praktisches Reisen zu ermöglichen, setzt die SNCF-Gruppe vermehrt auf ihren größten Trumpf: den Verkehrsverbund. So vereint sie Know-how und ergänzende Kompetenzen des gesamten Konzerns.

Der wirtschaftliche Interessenverband (GIE) 'Inter’actions' ist eine Kooperation zwischen der SNCF, ihren 23 Bahnsparten (z. B. Transilien, TER, Corail INTERCITES, Chemin de Fer de la Corse), Keolis (Spezialist für vollautomatisch verkehrende U-Bahnen und Betreiber des größten Omnibusparks) und EFFIA, die sich auf die Organisation von Verkehrsverbunden, Kundenbetreuung und Unterstützung der Verkehrsträger spezialisiert hat.

Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft ist, in Frankreich Initiativen und konkrete Projekte zur Gründung von Verkehrsverbunden anzustossen und zu beschleunigen. Neueste Projekte zeigen, dass diese Art der Zusammenarbeit funktioniert. Das wird am Beispiel des Bahnhofs Lille Flandres deutlich, wo Informationsterminals für umsteigende Fahrgäste zur Verfügung stehen. Ein weiteres Beispiel ist der Bahnhof Saint-Malo, der den Kunden vereinfachte Anschlüsse und gemeinsame Schalter für verschiedene Transportmittel bietet.
In Dijon soll bis Ende 2008 ein Bereich entstehen, um öffentlichen und Individualverkehr zu verknüpfen. In der Zwischenzeit stärkt die burgundische Hauptstadt ihren Verkehrsverbund, indem sie den Fahrgästen ein gemeinsames Informationszentrum aller Unternehmen des Verbunds zur Verfügung stellt.