Regionen

ARCHIVE

 
 

Nähe reimt sich auf Solidarität

Points Multiservices (PIMMS)

14/03/2008

Bahnhöfe beleben und die nachhaltige Entwicklung fördern: Das sind die Ziele der Multiservice-Informations- und Vermittlungsstellen, die seit 2007 in den Bahnhöfen zur Verfügung stehen.

 

Wie kann man die soziale Entwicklung fördern und gleichzeitig einen öffentlichen Dienst bereitstellen, der auf die jeweiligen Stadtteile abgestimmt ist? Die Idee wurde 1995 geboren und mit der Einrichtung von PIMMS (Point d’information médiation multiservices – Multiservice-Informations- und Vermittlungsstelle) in Wohngebieten mit vorwiegend sozial schwacher Bevölkerung sowie in abgelegenen Gebieten umgesetzt. Hinter dem Projekt stehen sechs Unternehmen des öffentlichen Dienstes, wie die SNCF, EDF, La Poste oder GDF, die sich landesweit dafür stark gemacht haben, benachteiligten Bevölkerungsgruppen kostenlose Informations- und Vermittlungsstellen zu bieten.

Empfangen und zuhören
Der PIMMS, eine Anlaufstelle und Orientierungshilfe für Menschen, die mit den zunehmend komplexen administrativen Anforderungen oft überfordert sind, ist inzwischen in ganz Frankreich vertreten: in den großen Städten wie auch auf dem Land. In jedem PIMMS werden die Bewohner empfangen, informiert und bei der Lösung alltäglicher Probleme unterstützt. Der eine benötigt z.B. Hilfe beim Verfassen seines Lebenslaufs oder beim Verschicken von Bewerbungen, während der andere Probleme mit offenen Rechnungen hat. Oder eine ältere Person hat Schwierigkeiten, einen Fahrschein über das Internet zu bestellen...

Im Herzen der Bahnhöfe
Die PIMMS, die sowohl privat von den Partnerunternehmen als auch öffentlich vom Staat und den Gebietskörperschaften finanziert werden, zielen darauf ab, Bürgern einen möglichst umfassenden Alltagsservice bereitzustellen.
Im Februar 2007 schlug die SNCF eine Neuerung vor: Diese öffentlichen Anlaufstellen sollten auch in den Bahnhöfen in speziell für diesen Zweck umgebauten Bereichen eröffnet werden. Der erste PIMMS dieser Art wurde am 1. Februar 2007 im Bahnhof Libercourt (Pas-de-Calais) eröffnet.

Neben Fahrscheinen und Postdiensten erhalten Besucher die gewohnte Unterstützung in freundlicher Umgebung: Computer und Internetzugang, Begleitung bei der Arbeitssuche, Orientierung, Vermittlung... Im Januar 2008 eröffnete der zweite Bahnhofs-PIMMS seine Pforten in Ambazac (Limousin). Allein der Standort in einem ländlichen Gebiet macht deutlich, wie wichtig der SNCF die Dynamisierung der Transportzentren ist. Die SNCF plant, bis 2012 zwölf weitere PIMMS in verschiedenen Bahnhöfen zu gründen, insbesondere in den Regionen Rhône-Alpes, Bourgogne, Pays de la Loire und Champagne-Ardenne. Die PIMMS fungieren gleichzeitig als "Point TER" und stellen den Benutzern und Kunden des TER viele nützliche Dienste zur Verfügung: Informationen zum Kombiverkehr sowie lokale Details, kostenlose Anrufe, Treffpunkt, Regenschirmverleih...