Dienstag, 27. Mai. Guillaume Pepy, Präsident der SNCF, startet einen Beschleunigungsplan für die komplexe Vorortlinie RER D.
100 Millionen Euro in 18 Monaten: Die SNCF beschleunigt die seit 2005 geplante Modernisierung der Vorortlinie RER D mit der STIF, dem RFF und der Region. Investiert wird aus der eigenen Tasche, um den Pendlern die tägliche Fahrt zu erleichtern.
Vorrang für den RER D
Die Linie D ist der Knackpunkt des Transilien-Netzes. Eine Megastrecke (160 km zwischen den Departements Oise und Loiret) und die meist befahrene der SNCF (täglich 550.000 Fahrgäste, 2,5 mal mehr als alle TGVs zusammen). Die Züge durchfahren den meist befahrenen Tunnel der Welt (Châtelet-Gare du Nord, 1.000 Züge pro Tag) und die Strecke verbucht einen traurigen Rekord an Vandalismus und Gewaltakten (1.153 im Jahr 2007, also mehr als 3 pro Tag).
Die Zuggarnituren sind auch nicht mehr die jüngsten. Und so kommt alles zusammen: Mehr Störungen als auf jeder anderen Strecke (im Durchschnitt 17,8% Verspätungen zur Rush-Hour im Jahr 2007, gegenüber 9,7% für das Transilien-Netz insgesamt).
“Die Reisenden der Linie D haben die Verspätungen satt”, erklärt der Präsident der SNCF, Guillaume Pepy. Er zitiert die Notfallspläne, die seit 2005 eingesetzt werden, und schließt dann mit der Bemerkung: “Ich habe entschieden, dass die SNCF einen Teil ihrer Gewinne den Reisenden der Ile-de-France zugute kommen lässt”.
Die Linie D sofort!Mein Versprechen:
“Die Fahrgäste der Linie D wollen, dass die dauernden Verspätungen aufhören, die dazu führen, dass man sein Kind nicht in der Schule abholen kann oder zu spät zur Arbeit kommt”, bestätigt SNCF-Präsident Guillaume Pepy, der seinen Kunden offenbar sehr aufmerksam zuhört. Pflege, Schutz vor Vandalismus, Infrastruktur: Die SNCF verpflichtet sich zur Investition von 42 Millionen Euro für den Abbau der Zugverspätungen auf der Linie D um ein Drittel, wenn möglich um die Hälfte bis Ende 2009.
“Keine Auskünfte zu einem Zug, der kommt oder nicht kommt”, muss das sein? 1.200 Infobildschirme mit Echtzeitanzeigen in 38 Haltestellen, Modernisierung der Lautsprecheranlage und Bestellung von Informationsmanagern: Die SNCF verpflichtet sich, 21 Millionen Euro in die Verbesserung der Information der Fahrgäste zu stecken.
“Fahrgäste, die am Abend oder am Wochenende im Zug Angst haben”, das darf nicht sein. Mit einer Notrufnummer können die Fahrgäste ein sofortiges Eingreifen der Sicherheitskräfte auslösen, ein PC Bus sorgt für Ersatzbusse bei Unterbrechungen des Verkehrs und überall wartet der letzte Bus den letzten Zug ab. Die SNCF verpflichtet sich, 7 Millionen Euro zur Verbesserung der Sicherheit der Fahrgäste zu investieren.
“Seit 2 Monaten gestörte Fahrtreppen, Warten im strömenden Regen und verdreckte Züge”, das ist unerträglich. 500 Plätze und Parfumspender in den Bahnhöfen, Flugdächer auf den Bahnsteigen und eine Verbesserung der Zugänglichkeit für behinderte Personen: Die SNCF verpflichtet sich, 13 Millionen Euro in den Komfort zu investieren.