Foto Banner oben: Géronimo Potier / SNCF

Alles über die ökologischen Lösungen von SNCF zur Reduzierung der Auswirkungen der Konzernaktivitäten beim Personen- und Gütertransport auf die Umwelt.

Aktualisiert am

Unsere Energiepolitik

Im Jahr 2016 verabschiedete der SNCF-Konzern ein neues Konzept zur Energiepolitik. Unter dem Titel „Unsere Energie: ein Hebel für die Schaffung von Werten im SNCF-Konzern“ basiert es auf fünf strategischen Achsen und gilt für alle Aktivitäten und Tochtergesellschaften.

Unsere strategischen Achsen

  • Stärkung der wirtschaftlichen Leistung
    Professionalisierung des Einkaufs, Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken in volatilen Märkten, Energieeinsparung nach dem Prinzip, dass der beste Einkauf kein Einkauf ist, also der Nicht-Konsum.
  • Beteiligung an der Energiewende
    Reduzierung unseres Energieverbrauchs durch Förderung öko-bewussten Fahrens, aber auch durch Förderung erneuerbarer Energien. Umbau unserer Flotte von Diesellokomotiven in Hybridfahrzeuge, bevor Sie bis 2050 vollständig durch elektrisch angetriebene Fahrzeuge ersetzt werden.
  • Den SNCF-Konzern zum „Influencer“ machen
    In  unserem eigenen und im Allgemeininteresse eine herausragende Rolle im Energiesektor spielen.
  • Innovativ sein
    Neue Geschäftschancen wie den Hybrid-TER oder die Wasserstoff-Brennstoffzelle nutzen.
  • Strukturieren und Schwung aufnehmen
    Die Voraussetzungen schaffen, 20% weniger Energie zwischen 2015 und 2025 zu verbrauchen und dank der Weiterentwicklung des Energiemix unsere CO2-Emissionen sogar um 25% zu senken.

Réduire l'impact environnemental de Transilien et de ses voyageurs : le face-à-face

Den CO2-Abdruck Ihrer Fahrt schätzen

Die staatliche Methodik ist auf der Website des Umweltministeriums verfügbar. Die von SNCF angewandte Methodik folgt dem vom Staat veröffentlichten methodischen Leitfaden für die CO2-Information von Verkehrs- und Transportdienstleistungen.

Zu Website gehen (Frz.)

Den CO2-Informationsleitfaden von SNCF herunterladen (PDF, Frz., 150 KB)

Foto: © Alex Profit / SNCF

Den Energieverbrauch besser steuern

SNCF ist der größte industrielle Energiekonsument in Frankreich (mehr als 1 Milliarde Euro jährlich)

Unser seit 2014 laufendes Programm „Einsparung von Antriebsenergie“ hat zum Ziel, die Energieeffizienz des Konzerns zu verbessern und die Umweltbelastungen zu reduzieren.

Um das zu erreichen, wurden mehrere ehrgeizige Projekte ins Leben gerufen. Es steht viel auf dem Spiel, denn 80% des Energieverbrauchs des Unternehmens entfallen auf den Personen- und Gütertransport.

Parallel dazu wurde ein weiteres Programm für den Einsatz von Computersystemen zur Zentralisierung und Analyse von Verbrauchsdaten gestartet. Basierend auf Big-Data-Technologien wurde ein leistungsfähiges Analysetool implementiert. Das Ziel? Den Energieverbrauch der Züge detailliert analysieren und daraus Einsparpotenziale ableiten.  

Unsere innovativen Projekte

Neue Bahnhöfe

Die neuen SNCF-Bahnhöfe sind alle nach dem Standard HQE (Haute Qualité Environnementale, Hohe Umweltqualität) zertifiziert, weil sie besser isoliert sind und ihre benötigte Energie selbst erzeugen.

Ökologisches Fahren

Implementierung eines Assistenzsystems für ökologisches Fahren an Bord der TGV, das den Energieverbrauch um bis zu 12% senken kann.

Verwertung der zurückgewonnen Energie

Rückgewinnung der Bremsenergie des Zuges zur Versorgung eines Bahnhofs oder Stadtteils (Indienststellung für 2020 geplant).

Diversifizierung der Energiequellen

Vorzugsweise erneuerbare Energien (Wind-, Wasserkraft, Solarenergie...) zum Betrieb der Züge einsetzen (Umsetzung bis 2025 geplant).

Beispiel Eurostar

Eurostar hat ein neues Energiemanagementsystem eingeführt. Mit der neuen Baureihe e320 der Eurostar-Züge wurden mit einer um 17% pro Sitz erhöhten Energieeffizienz gegenüber den Zügen der Vorgängergeneration bereits deutliche Fortschritte erzielt.

Diese neuen Züge sind mit Hightech-Energiezählern und Fahrassistenzsystemen ausgestattet.
Darüber hinaus wurden die Fahrer im ökologischen Fahren geschult. Ein umfassendes Fortbildungsprogramm ist auch für alle anderen Züge geplant, die bereits im Einsatz sind.

Foto: © Maxime Huriez

Treibhausgase reduzieren

Die vom SNCF-Konzern im Jahr 2015 auf der Pariser UN-Klimakonferenz COP 21 eingegangenen Verpflichtungen zur Reduzierung ihrer CO2-Emissionen stärken das Profil der Eisenbahn als kohlenstoffarmes Verkehrsmittel.

Seit 1990 hat unser Unternehmen seine Energieeffizienz deutlich verbessert, von 14,92 g/km CO2-Emissionen pro Passagier auf weniger als 8,3 g/km im Jahr 2016.

Dieses Resultat wurde erreicht durch:

  • beständige Verbesserung der Ausrüstungen
  • höhere Auslastungsraten
  • steigende Energieeffizienz

Unsere jüngsten Engagements unterstreichen diese hohen Ansprüche:

  • Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 20 % bis 2025 (im Vergleich zu 2014)
  • Verbesserung um 25% unserer CO2-Effizienz zwischen 2015 und 2025 pro Personenkilometer und pro Tonnenkilometer.

Die Initiative Science-based Targets

Im Einklang mit den auf der COP 21 eingegangenen Verpflichtungen beteiligt sich SNCF seit 2016 an der Initiative „Science-based Targets“ (wissenschaftsbasierte Ziele).

In einem internationalen Umfeld werden die Mitgliedsunternehmen bei der Definition ihrer Industriestrategie für ein mit dem Ziel einer lebenswerten Welt vereinbares Wachstumsmodell unterstützt. Dabei wird mit universell gültigen Methoden gearbeitet, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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Förderung erneuerbarer Energien

Der im November 2016 verabschiedete SNCF-Fahrplan für die Klima-Energie-Strategie sieht den groß angelegten Einsatz erneuerbarer Energien vor.

Die Steuerung dieser Initiative obliegt der Leitung von SNCF Immobilier, die an den Gebäuden und Liegenschaften des Konzerns erste Veränderungen vornehmen wird, wobei der Schwerpunkt auf Heizung mit Holz, Solarenergie, Geothermie und Windkraft liegt.

Auf den Dächern von Parkhäusern und Wartungszentren Technicentres (Solaranlagen) sowie in den Bahnhöfen entlang der TGV-Strecke Rhein-Rhône (Geothermie, Holzheizung und natürliche Belüftung) wurden bereits entsprechende Projekte umgesetzt.

Ein zweites Leben durch Recycling

Recycelbare Züge

Unsere neuen Züge Régiolis und Regio 2N sind zu mehr als 90% recycelbar.

Bessere Sortierung der Bahnabfälle

Die Sortierung der Abfälle für das Recycling wird von Mitarbeitern im Zuge der beruflichen Eingliederung in sogenannten „Chantiers Verts“ (grüne Baustellen) vorgenommen.

Rückgewinnung von Altkleidung

Wir holen die gebrauchte Berufsbekleidung unserer Mitarbeiter zurück, um daraus neue Textilien herzustellen.

Reduzierung des Papierverbrauchs

Innerhalb von 2 Jahren Reduzierung des Papierverbrauchs um 30% und Verwendung von 25% Recyclingpapier.

Innovation, Investition in die Zukunft

Die ehrgeizigen Energieziele von SNCF stellen eine echte Herausforderung für das Unternehmen dar. Insbesondere für den Bereich Innovation & Forschung, dessen Aufgabe es ist, den Weg für zukünftige Lösungen freizumachen.
Aus diesem Grund haben wir in den letzten Jahren stark investiert in:

  • Partnerschaften mit Unternehmen und Universitäten in der ganzen Welt, um über Energiethemen und Nachhaltigkeit zu diskutieren
  • das Netzwerk „Synapses“, das 400 wissenschaftliche und technische Experten des Konzerns zusammenbringt, um ihr Wissen und ihre Fähigkeiten auszutauschen
  • die Steigerung des wissenschaftlichen Outputs mit 66 Doktorarbeiten und 27 Patenten im Jahr 2017

TECH4RAIL, die Mobilität von morgen

Das Ende 2015 gestartete Programm TECH4RAIL steht an der Spitze unserer langfristigen Planung und Innovation. Ziel dieses Programms der technologischen Erneuerung ist es, die technischen Entwicklungen für den Konzern zu antizipieren und die Mobilität von morgen zu gestalten.

Auch Themen rund um Energieeffizienz und Energiespeicherung werden behandelt. Egal ob an Bord des Zuges oder am Boden, die Stromspeicherung muss die Traktionsleistung und den Kundenkomfort bei eventuellen Ausfällen der Stromversorgung über die Oberleitung verbessern. Bei den Energieträgern könnte  Wasserstoff eine Alternative zum Diesel sein.

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Der TER der Zukunft

Etwa 30% der von den Regionalzügen TER verbrauchten Traktionsenergie gehen als Wärme in den Bremssystemen verloren. Es wurden Lösungen für Hybridisierung und Energierückgewinnung beim Bremsvorgang mit dem Ziel untersucht, Energieverbrauch und Wartungskosten um 20%  zu senken.

In diesem Rahmen wurde in Zusammenarbeit mit Alstom ein Hybridsystem für Régiolis-Züge entwickelt. Es wurde den Regionen, die solche Züge betreiben, angeboten, diese Technologie zu testen und zu validieren. Erste Feldversuche sind schon für 2019 geplant. Theoretisch sind die Vorteile eines hybriden TER vielfältig: weniger Treibhausgasemissionen, weniger Lärm, weniger Verschmutzung.

Der Hyperloop

Für eine weiter entfernte Zukunft befassen wir uns mit noch innovativeren Technologien wie dem Hyperloop.

Dieses Transportgerät, das als „Zug der Zukunft“ präsentiert wird, wurde von Hyperloop Technologies erfunden, dem kalifornischen Start-up von Elon Musk, in das auch SNCF investiert hat. Hyperloop ist ein Hochgeschwindigkeitsverkehrssystem, bei dem sich Kapseln in einer weitgehend luftleeren Röhre auf einem Luftpolster gleitend fortbewegen und von solarbetriebenen Induktionsmotoren angetrieben werden.

Abgesehen vom geringen Energieverbrauch und der Schadstofffreiheit ist dieses neue Verkehrsmittel theoretisch in der Lage, Geschwindigkeiten von mehr als 1000 km/h zu erreichen.