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Covid-19 und Klimatisierung

Welche Rolle spielen Klimaanlagen bei der Covid-19-Epidemie? Einige wenige Fälle, die in einem Restaurant in China auftraten, haben Forscher veranlasst, sich zu fragen, ob Lüftungssysteme das Virus verbreiten können.1 „Nein“, sagt Ingenieur Cyril Verdun, der führende Klimaanlagenexperte bei SNCF.

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Was sind die aktuellen Gesundheitsempfehlungen?

Im Zusammenhang mit Covid-19 hat Frankreichs Hoher Rat für Öffentliche Gesundheit (HCSP)2 zwei Empfehlungen zur Klimatisierung ausgesprochen: die Innenluft so weit wie möglich durch die Zufuhr von Außenluft zu erneuern und bevorzugt indirekte Belüftungssysteme einzusetzen.

Wie reagiert SNCF auf diese Empfehlungen?

Was die erste Empfehlung betrifft, so sind Lüftungssysteme in Zügen sehr effizient, da sie systematisch Luft von außen ansaugen. Die Klimatisierung funktioniert folgendermaßen: Luft wird angesaugt, gefiltert und mit gefilterter Außenluft vermischt, dann wird diese Mischung je nach Jahreszeit erwärmt oder gekühlt und im Innenraum des Zuges verteilt. Der Anteil der Außenluft ist je nach Zugtyp unterschiedlich. Bei TGV Inoui und Ouigo werden etwa ein Drittel der Außenluft und zwei Drittel der Innenluft alle 3 Minuten neu gefiltert. Ergebnis: eine alle 9 Minuten vollständig erneuerte Luft.

Bei TER-Zügen beträgt der Anteil der Außenluft durchschnittlich 40% und 60% Innenluft. Der Luftdurchsatz wird daher je nach Zugmodell alle 5 bis 8 Minuten vollständig erneuert.

Die zweite Empfehlung lautet, eine zu direkte Belüftung zu vermeiden. Tatsächlich haben zwei Ansteckungsfälle den Verdacht auf die direkte Belüftung gelenkt (bisher fehlen jedoch sichere Beweise)1. Tröpfchen, die von einer infizierten Person stammen, könnten durch die Ventilation auf eine andere Person geschleudert und das Virus dadurch übertragen werden (wenn diese keine Maske trägt). In Zügen ohne direkte Belüftung ist dies jedoch nicht möglich. Für den Komfort der Passagiere werden indirekte Belüftung und indirektes Licht systematisch bevorzugt. Die Luft wird von unten nach oben geleitet, was die Risiken noch weiter begrenzt.

Wir gehen weiter zum Schutz unserer Fahrgäste

Die derzeit geltenden Reinigungs- und Wartungsmaßnahmen (einschließlich Filterwechsel) sind mehr als ausreichend, um eine optimale Luftqualität in unseren Zügen zu gewährleisten. Der Wartungsschritt des Filterwechsels wird im Durchschnitt alle 90 Tage durchgeführt. Neu ist jedoch, dass beim Wechsel der Filter der Lufteinlass und das Belüftungssystem vollständig desinfiziert werden.

Die Luftqualität in unseren Zügen

Die Luftqualität in unseren Zügen

Luftqualität in den SNCF-Hochgeschwindigkeits- und Fernzügen Frankreich und Europa

Unsere Züge sind mit modernsten Hochleistungs-Belüftungssystemen ausgerüstet

Die Atemluft wird während Ihrer gesamten Reise permanent gefiltert und erneuert

Die Wirkung der Luftfilterung entspricht den Standards einer chirurgischen Atemschutzmaske

An Bord von

TGV INOUI und OUIGO wird die Atemluft durch ein Filtersystem und die ständige Zufuhr von Außenluft

alle 3 Min. gefiltert

alle 9 Min. ausgetauscht

 

In anderen Zügen

vor allem INTERCITÉS wird die Atemluft durch die ständige Zufuhr von Außenluft

alle 6 Min. vollständig ausgetauscht

Keine Ansammlung oder Stagnation der Innenluft

 

Vertikaler Luftstrom zur Vermeidung des Austauschs von Aerosolen zwischen den Fahrgästen

 

Liegt der Lufteinlass wie bei einem TGV auf der Außenseite, besteht praktisch kein Risiko.

Dr. Daniel Camus, Infektologe am Institut Pasteur in Lille, Frankreich

Lüftung + Maskenpflicht = praktisch kein Risiko einer Virusübertragung

Im Zug

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1Im Januar wurde in einem Restaurant in Kanton, China, ein derartiger Fall von Übertragung vermutet.

2Der Hohe Rat für öffentliche Gesundheit ist das Regierungsorgan, das den Staat unter anderem bei der Strategie im Bereich der öffentlichen Gesundheit berät.