Foto Banner oben: Rosa Parks

„PLANÈTE Voyages“: für eine ökologischere Mobilität

In einem Kontext, in dem sich globale Pandemie und Klimanotstand vermischen, wollen wir die Mobilität mehr denn je neu erfinden und nachhaltiger machen. Wir nennen diesen Ansatz „Planète Voyages“.

Veröffentlicht am

Lesedauer 4. Min.

Bei SNCF Voyageurs entwirft und implementiert jede Abteilung einen Umweltansatz: Nach dem Plan „Planète TER“, der 2020 von TER vorgestellt wurde, ist nun „Planète Voyages“ („Planet Reisen“) für den Fernverkehr an der Reihe.

Nummer 1 auf dem Podium

Von allen Fernverkehrsmitteln ist der Zug zweifellos das umweltfreundlichste: Er verursacht nur 0,6 % der Kohlenstoffemissionen des Sektors, bei 10 % aller beförderten Fahrgäste. Zum Vergleich: Wer mit dem TGV reist, stößt 50 Mal weniger CO2 aus als mit dem Auto und 80 Mal weniger als mit dem Flugzeug.

Den Zug wählen bedeutet, etwas für unseren Planeten tun

Den Zug wählen bedeutet, etwas für unseren Planeten tun

Vergleich der verschiedenen Verkehrsträger auf einer Art Thermometer, von grün (geringste Emissionen) bis rot (höchste Emissionen).

CO2e-Emissionen pro Passagier und 1 km gefahrene Strecke:

  • 1,7 g: Züge INTERCITÉS / TGV INOUI / OUIGO (grün)
  • 35 g: Fernbusse (grün)
  • 88 g: KFZ mit 2,2 Passagieren1 (gelb)
  • 141 g: Flugzeug (orange)
  • 193 g: KFZ mit 1 Passagier (rot)

Eine nationale und europäische Strategie

Auf Staatsebene ist der Fahrplan klar. Mit der nationalen Low-Carbon-Strategie will Frankreich einen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel leisten. Bald sollen Inlandsflüge per Gesetz verboten werden, wenn eine Alternative mit dem Zug in weniger als 2h30 vorhanden ist.

Als Transportunternehmen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur europäischen Strategie der Klimaneutralität bis 2030, die unter anderem eine starke Zunahme des Schienenverkehrs in der gesamten Europäischen Union anstrebt.

Dieser Beitrag ist jedoch nur möglich, wenn es uns gelingt, die Franzosen, die nicht mit dem Zug fahren, davon zu überzeugen, ihre Gewohnheiten zu ändern. Tatsächlich zeigt eine IFOP-Studie vom Juni 2020, dass 66 % der Franzosen immer noch angeben, dass sie bei der Wahl ihres Verkehrsmittels nicht auf die Umweltauswirkungen achten.

Jeder spielt eine Rolle in seinem eigenen Bereich

Nachhaltige Mobilität ist eine Frage der gesellschaftlichen Entscheidung und des Wirtschaftsmodells, aber auch eine Frage des individuellen Engagements. Der CO2-Fußabdruck eines Franzosen beträgt 12 Tonnen CO2/Jahr. Diesen müssen wir um den Faktor 4 reduzieren, um auf dem richtigen Weg zu sein bei unseren Bemühungen, die globale Erwärmung zu kontrollieren.

Die Entscheidung, mit der Bahn zu reisen, ist ein wichtiger Hebel, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Es ist unser Ziel, Ihnen dabei zu helfen, lieber mit dem Zug als dem Flugzeug oder dem Auto zu reisen. Bis 2025 wollen wir 15 Millionen neue Fahrgäste pro Jahr gewinnen, indem wir sie vom Auto und vom Flugzeug weglocken, das bedeutet 10 Millionen vom Auto und 5 Millionen vom Flugzeug. Eine Migration, die 640.000 Tonnen vermiedenem CO2 entspricht.

  • 15 Mio

    neue Fahrgäste jährlich bis 2025

  • -20 %

    Weniger Energieverbrauch unserer Hochgeschwindigkeitszüge bis 2025

Unseren Kohlenstoffabdruck verringern

Wir arbeiten daran, unseren eigenen Kohlenstoffabdruck zu reduzieren, indem wir den Verbrauch an Antriebsenergie bis 2025 um 20 % senken, während wir gleichzeitig unser Angebot in Frankreich und Europa ausbauen. Um dies zu erreichen, setzen wir insbesondere auf zwei Ansätze:

  • Ökologisches Fahren: Alle unsere Führer von Hochgeschwindigkeitszügen sind darauf geschult, durch ökologisches Fahren bis zu 10% des Energieverbrauchs einzusparen

  • Ökologisches Parken: Reduzierung des gesamten Energieverbrauchs der Klimaanlagen einer Zuggarnitur um 7%

Ökodesign und Kreislaufwirtschaft

Anlässlich der Olympischen Spiele 2024 in Paris bereiten wir die Einführung des TGV M vor. Dieser neue TGV wird leichter, mit umweltfreundlicheren Materialien gebaut, aerodynamischer und modularer sein. Er wird mehr Passagiere aufnehmen können, und die Klimaanlage wird neugestaltet. Er ist umweltfreundlich konstruiert: Während der aktuelle TGV zu 92% recycelbar ist, wird es der TGV M zu 98% sein. Ziel ist es, den Energieverbrauch um 20 % zu senken und die CO2-Emissionen pro Fahrgast um 32 % zu reduzieren.

Zusätzlich zu neu konstruiertem rollendem Material müssen wir auch über die Wartung nachdenken, um unseren ökologischen Fußabdruck zu optimieren. Insbesondere müssen wir alle Bauteile identifizieren, die wieder verwendet werden können (Motoren, Achsen, Transformatoren usw.), um sie überholen und wieder in den Umlauf bringen zu können.

Wussten Sie schon? Wir recyceln 55.000 Tonnen Material pro Jahr.

Null Abfall bis 2030

Im Einklang mit Öko-Design und -Instandhaltung setzen wir bis 2030 auch das Projekt „Null nicht wiederverwerteter Abfall“ um. Im Jahr 2021 starten wir dazu mehrere Initiativen:

  • Reduzierung der Abfälle aus den Waggons, Verwertung des Restmülls, Beseitigung von Einwegplastik, Sammlung von Glas bis Ende 2021, Sammlung von Bioabfall bis 2023 in allen Zügen, die Bordverpflegung anbieten.
  • Abfalltrennung in allen unseren Zügen
  • Hilfestellung bei der Mülltrennung für Fahrgäste durch das Anbieten von geeigneteren Behältern und erhöhte Sammelfrequenzen durch Reinigungspersonal, um eine differenzierte Müllsammlung zu ermöglichen.

Durchschnittliche Anzahl der Passagiere, die auf einer Fernfahrt mit dem KFZ in Frankreich ermittelt wurden.

Quelle: Französische Umweltagentur ADEME - Mai 2020. Vergleich der Treibhausgas-Emissionen, ausgedrückt in CO2-Äquivalenten (CO2e) pro Fahrgastkilometer für TGV (Antriebsenergieverbrauch), Kurzstreckenflugzeuge und den durchschnittlichen Pkw im Fernverkehr. Werte entnommen aus der ADEME-Kohlenstoffdatenbank im Datenteil des Artikels L1431.3 des Beförderungsgesetzes - Treibhausgas-Informationen für Transportdienstleistungen.