Bestimmungen und Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Informieren Sie sich über die aktuell gültigen Bestimmungen, unsere Tarife, unsere AGB sowie die speziellen Bedingungen und Bestimmungen zu Zollformalitäten.

AGB und spezielle Bedingungen

Unsere AGB regeln sämtliche von Ihnen bestellte Dienstleistungen von Fret SNCF. Darüber hinaus legen die speziellen Bedingungen von Fret SNCF die besonderen Regelungen zu den einzelnen Komponenten des Gütertransports fest: Unser Transportangebot (MLMC, Schwertransporte, Kombiverkehr), die Bereitstellung und Nutzung der Waggons, zusätzliche Leistungen etc.

Unser Tarifsystem

Unsere Tarife gelten für sämtliche, für den Güterverkehr zugängliche Bahnhöfe sowie für die von Fret SNCF angebotenen Dienste. Grundlage für die Berechnung der Beförderungstarife ist die zurückgelegte Strecke, für die übrigen Dienste gelten Einheitspreise.

Download Tarife im französischen Schienennetz

Innergemeinschaftlicher Handel

Für Waren, die in Länder der Europäischen Union exportiert werden, ist eine Warenhandelsmeldung (DEB) bei den Zollbehörden abzugeben.

Außergemeinschaftlicher Handel

Export 

Vor der Übergabe Ihrer Waren an den Transporteur müssen Sie die Ausfuhrformalitäten bei dem für den jeweiligen Verladebahnhof zuständigen regionalen Zollamt (CRD) erledigen.

Import 

Waren aus Drittländern, die nicht aus Ländern der Europäischen Union stammen und in die EU eingeführt werden sollen, unterliegen den Zollformalitäten.

Wer muss die Zollerklärungen abgeben ?

Die Deklarierung Ihrer Waren bei den Zollbehörden ist von Ihrem Repräsentanten oder von Ihnen persönlich vorzunehmen.

Zolltransit

Das zollrechtliche Transitverfahren gilt für Waren, die unter Zollaufsicht zu transportieren sind.

Welche Waren sind davon betroffen?

Bei Importen fallen lediglich Waren aus Nicht-EU-Staaten unter dieses Verfahren.

Für Exporte findet es in diesen beiden Fällen Anwendung:

  • Transport von Waren auf direktem Weg in ein Land, das dem EU-EFTA-Übereinkommen über ein gemeinsames Versandverfahren beigetreten ist (Norwegen, Schweiz, Türkei).
  • Transport von Waren durch ein Land, das dem EU-EFTA-Übereinkommen über ein gemeinsames Versandverfahren beigetreten ist (beispielsweise Versand von Frankreich nach Slowenien via Schweiz)

Ablauf des Zolltransits

Für das Transitverfahren ist eine Versandanmeldung (Déclaration de transit) erforderlich, in welcher die Waren an einem bestimmten Ort in unberührter Form und innerhalb der vereinbarten Fristen vom Versende präsentiert werden.

Für Schienentransporte wählen Sie unter diesen beiden Verfahren :

  • Normales Verfahren: Als Hauptverantwortlicher nehmen Sie die Versandanmeldung auf elektronischem Weg über das neue EDV-System für das Versandverfahren (NCTS) persönlich vor. Ein Versandbegleitdokument in Papierform, das sämtliche Daten der elektronischen Meldung erfasst, begleitet die Ware bis zu Ihrem Bestimmungsort.  
  • Vereinfachtes Verfahren für den Schienenverkehr:

Die Versandanmeldung besteht aus dem Frachtbrief CIM* (LV-CIM); das Bahnunternehmen ist in diesem Fall Hauptverantwortlicher gegenüber den Zollbehörden.

Für diese Verfahren erhebt die SNCF Gebühren, die der Rubrik Zusatzdienste in den Tarifbestimmungen zu entnehmen sind.

* Der Frachtbrief CIM ist ein Dokument, das im internationalen Schienentransportverkehr verwendet und vom Spediteur sowie der Eisenbahngesellschaft ausgestellt wird.

Die Annahme des Vertrags über den Transport der Ware durch die Eisenbahngesellschaft wird auf dem Frachtbrief mit dem Abdruck des Tagesstempels am Aufgabeort dokumentiert.

Informieren Sie sich auf der Webseite der Zollbehörde

Vorschriften für Gefahrguttransporte (RID)

Besondere Vorschriften

Der europäische Vorschrift RID* regelt den Transport von Gefahrgütern auf dem europäischen Kontinent. Sie legt die Sicherheitsbestimmungen für Waren fest, die eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen können und gilt für alle europäischen Spediteure und Transportunternehmen.

* Regulations Concerning the International Carriage of Dangerous Goods by Rail

Gemeinsame Sicherheitsvorschriften für Europa 

Die RID-Vorschrift wurde von der zwischenstaatlichen Organisation für den internationalen Eisenbahnverkehr (Organisation intergouvernementale pour les Transports Internationaux Ferroviaires, OTIF) ausgearbeitet, der 46 Länder angehören. Nach der Europäischen Richtlinie 2008/68/CE ist diese auf dem gesamten Gebiet der Europäischen Union anzuwenden. In Frankreich wurde sie durch den sogenannten ministeriellen TMD*-Erlass in nationales Recht überführt, was auch in allen anderen Mitgliedsstaaten geschehen ist.  

Zur Gewährleistung der Sicherheit der Bevölkerung sowie aus Gründen des Umweltschutzes listet die Vorschrift Gefahrgüter auf, deren Beförderung unter Wahrung mehrerer Vorschriften vom Beladeort bis zum Auslieferungsort zugelassen ist.

Es existieren insgesamt 13 Gefahrenklassen, wobei für jede einzelne spezielle Bestimmungen gelten.

*TMD: Gefahrguttransporte/Transport des matières dangereuses

Pflichten von Spediteur und Transportunternehmen

Die RID-Vorschriften erfassen sämtliche Verpflichtungen des Spediteurs und des Transportunternehmens beim Transport von Gefahrgut.
Sie regeln:

  • Sicherheitsvorkehrungen während der Be- und Entladung
  • Sämtliche erforderlichen Prüfungen vor Abfahrt der Waggons
  • Informationen über den Transport: Der Fahrer muss Kenntnis von Inhalt und Gefährdungspotenzial der Ladung haben und die Wagen müssen mit einem Typenschild versehen sein, das Auskunft über Art und Gefahrenklasse der Ladung gibt
  • Bedingungen für Lagerung und Transport der Güter
  • im Falle einer Störung oder eines Unfalls zu ergreifende Maßnahmen

Wie jedes Unternehmen, das Gefahrgut abfertigt, transportiert und entgegennimmt unterliegt auch Fret SNCF diesen Vorschriften.