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Innovationen für den Zug von morgen

Autonom, vernetzt und emissionsfrei... Zusammen mit unseren Partnern aus der Industrie arbeiten wir am Zug der Zukunft. Er ist Teil unseres Plans für die Energiewende und den Ausstieg aus dem Schienendiesel bis 2035.

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Film innovation - Trains intelligents

Der autonome Zug

Der autonome, also führerlose Zug verspricht vieles: mehr Menschen und Güter mit größerer Regelmäßigkeit, Energieeffizienz und besserer wirtschaftlicher Leistung transportieren. Und das alles bei den gleichen Sicherheitsanforderungen für unsere Fahrgäste.

Die ersten Tests von vollautomatischen Zuggarnituren, die für Fret SNCF und TER in Zusammenarbeit mit dem Institut für technologische Forschung Railenium entwickelt werden, waren für 2020 geplant. Unser erklärtes Ziel ist es, sie bis 2023 auf die Schiene zu bringen.

TER: Die Regionen werden grüner

Während Diesel immer noch 25 % der von TER verbrauchten Antriebsenergie ausmacht und für 75 % der CO2-Emissionen verantwortlich ist, unterstützen wir die Aufgabenträger bei Programmen zur Beschaffung von Zügen mit geringer Umweltbelastung (Hybrid, Wasserstoff, Biokraftstoff, Batterie, Biogas) und ersetzen unsere Dieselmotoren durch grüne Antriebstechnologien.

Hybrid-TER

Der Hybrid-TER ist in der Lage, mehrere Energiequellen gleichzeitig zu nutzen (Verbrennungsmotor und Batterien oder Oberleitungsstrom und Batterien), er kann aber auch über kurze Strecken nur mit Strom aus seinen Batterien zu fahren und ermöglicht die Rückgewinnung, Speicherung und Wiederverwendung der Bremsenergie des Zuges.

Unser Ziel ist es, die Hälfte aller Dieselmotoren durch Batterien zu ersetzen. Die Erprobung des Prototyps des Energiespeichersystems des ersten Hybrid-TER wurde im September 2020 abgeschlossen.

Das erste Projekt zur Hybridisierung von Lokomotiven in Frankreich wird von Alstom mit finanzieller Unterstützung der Regionen Grand-Est, Nouvelle-Aquitaine, Centre-Val de Loire und Okzitanien entwickelt. Der experimentelle Hybrid-TER, eine modifizierte Garnitur des Regionalzugs Régiolis, soll ab 2021 in die Testphase gehen. Sein Einsatz auf regulären Strecken, der rund 20 % Energieeinsparung zur Folge haben wird, ist ab 2023 geplant.

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20 %

Energieeinsparung mit dem Hyprid-TER

Wasserstoff-TER

Die ersten Wasserstoffzüge sollen 2025 in Dienst gehen. Vier Pionierregionen haben kürzlich mit der Bestellung von 14 Régiolis Wasserstoff-Triebzügen einen wichtigen Schritt in der Entwicklung dieses von Alstom gebauten Null-Emissions-Zuges getan: Bourgogne-Franche-Comté, Grand Est, Auvergne Rhône-Alpes und Okzitanien.

Dieser revolutionäre Zug hat zwei Brennstoffzellen auf dem Dach. Indem sie den mitgeführten Wasserstoff mit dem in der Umgebungsluft vorhandenen Sauerstoff mischen, erzeugen sie den für den Antrieb des Zuges benötigten Strom. Nach seiner Inbetriebnahme wird der TER mit zwei Antriebsarten (Oberleitung und H2) eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichen und bis zu 220 Fahrgäste bei einer Reichweite von rund 600 km befördern können.

Seit 2018 unterstützt SNCF die Regionen bei der Definition des zukünftigen Wasserstoff-Ökosystems für die Schiene. Die ersten Erprobungsfahrten der wasserstoffbetriebenen Regionalzüge TER sind für das Jahr 2023 geplant.

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0

Emissionen von Treibhausgasen und 0 Schadstoffausstoß dank des Wasserstoff-TER

TER mit Biokraftstoffen

Der TER mit Biokraftstoff-Antrieb ist eine der Lösungen, die entwickelt wurden, um kurzfristig von fossilen Kraftstoffen wegzukommen und den Diesel zu ersetzen, ohne die Motorisierung unserer aktuellen Züge groß verändern zu müssen. Aus diesem Grund haben wir in Zusammenarbeit mit der Region Normandie eine kommerzielle Versuchsreihe mit B100-Biokraftstoff gestartet, der zu 100 % aus französischem Raps hergestellt wird. Diese Tests, die mit 15 Régiolis-Zügen auf der Strecke Paris-Granville durchgeführt werden, sollen im Juni 2021 abgeschlossen werden. Die Ergebnisse dieser Versuche werden es uns ermöglichen, die Diskussionen darüber fortzusetzen, ob die Verwendung von B100 auf weiteres rollendes Material ausgeweitet werden soll oder nicht.

Vor diesem Versuch im kommerziellen Betrieb wurde bereits ein Régiolis-Triebwagen mit Rapsöl-Biokraftstoff auf einem Motorenprüfstand des Institut Français du Pétrole Énergies Nouvelles (IFPEN) getestet. Die Ergebnisse des Tests waren vielversprechend, mit einer Reduzierung der Schadstoffemissionen (NOx und Partikel) und einer 60-prozentigen Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Bereich „Schiene“ (von der Produktion des Rapses bis zur Verwendung im Zug).

60 %

weniger Treibhausgas-Emissionen dank des TER mit Biokraftstoff-Antrieb

TER mit Batterien

Die Entwicklung einer Null-Emissions-Lösung zu kontrollierbaren Kosten auf den nicht elektrifizierten Abschnitten des nationalen Eisenbahnnetzes ist das Ziel des batteriebetriebenen TER-Projekts. Daher werden im Jahr 2022 fünf Autorail à Grande Capacité (AGC) mit hoher Kapazität, die von Bombardier für SNCF gebaut wurden und einen Dual-Mode-Antrieb (Oberleitung/Verbrennungsmotor) haben, in vollelektrische Dual-Mode-Triebwagen (Oberleitung/Batterie) umgebaut. Wie? Indem alle Verbrennungsmotoren durch Lithium-Batterien ersetzt werden. Die Batterien werden entweder über den Fahrdraht oder an Ladestationen geladen. Der Zug wird dank der Energierückgewinnung beim Bremsen und der Speicherung in den Batterien eine Energieeinsparung von 5 bis 20 % erzielen. Die Batterien dieser zukünftigen Triebwagen werden in der Lage sein, den Zug auf nicht elektrifizierten Abschnitten allein über bis zu 80 km zu bewegen.

An diesem Projekt sind der SNCF-Konzern, Bombardier sowie die Regionen Hauts-de-France, Nouvelle-Aquitaine, Okzitanien, Auvergne-Rhône-Alpes und Süd (bisher Provence-Alpes-Côte-d’Azur) beteiligt.

Ein entsprechender Vertrag soll 2021 unterzeichnet werden.

80 km

Reichweite mit den Batterien des batteriebetriebenen TER

Der TGV M

97% recycelbar, aerodynamischer, in der Lage, den Energieverbrauch an Bord je nach Anzahl der Fahrgäste zu regulieren... Der TGV der Zukunft ist ein Konzentrat höchster Energieperformance. Alles Innovationen, die es dieser neuen TGV-Generation ermöglichen, den Energieverbrauch um 20 % zu senken und die CO2-Bilanz um 37 % im Vergleich zu den aktuellen Zügen zu verbessern.

M wie Modularität

Die Stärke des TGV M ist seine Modularität. Adaptierbare Waggons – die 1. Klasse kann zur 2. werden und umgekehrt, in weniger als einem Tag… Dieser Zug, der auch bei OUIGO eingesetzt werden kann, hat eine Kapazität von 740 Fahrgästen, 20% mehr als unsere derzeitigen Duplex-Züge. Dank seiner optimierten Nutzfläche werden die Kosten pro Sitzplatz die wettbewerbsfähigsten auf dem europäischen Hochgeschwindigkeitsmarkt.

Planmäßige Ankunft 2024

Der SNCF-Konzern hat im Juli 2018 bei Alstom mehr als 100 Züge im Wert von annähernd 3 Mrd. € bestellt. Die Vorstellung des „Chaudron“ („Kessel“), der äußeren Aluminium-Hülle des zukünftigen TGV M am 16. Juli 2020 am Alstom-Standort in La Rochelle symbolisiert den Beginn einer historischen Innovationspartnerschaft zwischen SNCF und dem französischen Eisenbahnbauer.

Die TGV-M-Züge sollen ab 2024 in den Bahnhöfen bereitstehen. Die Indienststellung wird sich über zehn Jahre erstrecken.

TGV M : le chaudron du futur TGV dévoilé dans l'usine Alstom de La Rochelle