TER Hybridzüge rollen bald in die Bahnhöfe

Die Erprobung der ersten Régiolis Hybridzuges startet schon in diesem Jahr. Der neue Zug für nicht elektrifizierte Regionalstrecken wird weniger Energie verbrauchen, aber auch leiser sein, weil er mit neuen, leistungsstarken Stromspeichern fährt.

Umweltschonender, leiser und kostengünstiger – der Hybridzug wird schon sehr bald Wirklichkeit. SNCF und ihr Industriepartner Alstom treiben die technische Entwicklung und das Zulassungsverfahren voran. Die erste Garnitur, ein bereits existierender Zug der Reihe REGIOLIS Occitanie, wird derzeit im elsässischen Alstom-Werk Reichshoffen hybridisiert. Die Erprobung des umgebauten Zuges wird im Verlauf des Jahres 2021 stattfinden.

Die Erprobung des neuen Energiespeicher-Systems wurden bereits im September 2020 beendet. In diese Phase wurden vor allem Fahrten simuliert, bei denen ausschließlich auf die in den Batterien gespeicherte elektrische Energie zurückgegriffen wurde, aber auch solche, die im „Hybridmodus“ absolviert werden, also unter Einsatz von Verbrennungsmotoren als auch der Batterien.

20 %

Energieeinsparung und weniger Treibhausgase

Ein umgebauter TER Régiolis

Umweltschonender, leiser und billiger – der Hybridzug wird bald Realität sein. Nach einer Testphase werden 2021 die ersten TER-Züge, die Oberleitungsstrom, Diesel und Batteriebetrieb kombinieren, in den Bahnhöfen stehen. Dieser Zug der neuen Generation, der von Alstom, dem Partner bei diesem SNCF-Projekt, an dem auch die Regionen Grand-Est, Nouvelle-Aquitaine und Occitanien beteiligt sind, entwickelt wird, entsteht aus einer umgebauten Zuggarnitur des TER Régiolis.

Dieser Hybrid-TER, dessen Indienststellung für 2023 geplant ist, ist das erste Hybridisierungsprojekt für einen Triebwagen in Frankreich.

Wie funktioniert der Hybridzug?

Der Hybridzug nutzt verschiedene Energiequellen, je nach Bedarf und Situation:

  • Stromversorgung über die Oberleitung
  • Verbrennungsmotoren
  • Speicherenergie aus Batterien

In jeder Zuggarnitur wird die Hälfte der Dieselmotoren durch leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterien ersetzt. Die Bremsenergie wird zurückgewonnen und für den Antrieb des Zuges wiederverwendet. Dank der Batterien müssen die Dieselmotoren, die bisher hauptsächlich für Umweltverschmutzung und Lärm verantwortlich waren, künftig nicht mehr im Einzugsbereich der Bahnhöfe eingesetzt werden. Ebenso tragen diese Batterien dazu bei, die Traktionsleistung des Zuges bei niedriger Fahrdrahtspannung (unter 1,5 kV) aufrechtzuerhalten.

Dieses neuartige Energie-Speichersystem ist alles andere als ein Gadget, denn die Bremsenergie macht etwa ein Drittel der gesamten von einem Zug verbrauchten Energie aus.

16,6 Mio. Euro Investitionen in das Hybrid-Experiment

Der Zug, sauberer als das Auto

Haben Sie das gewusst? Der Zug belastet die Umwelt fünfmal weniger als das Automobil. Im Durchschnitt produziert ein TER-Zug 30,7g CO₂ pro Kilometer. Mit der Wahl dieses Transportmittels tragen Sie zu Verringerung der Kohlenstoffemissionen um 10 Mio. Tonnen jährlich bei. Es ist das erklärte Ziel des SNCF-Konzerns, seine Energieeffizienz um 20% und seine Treibhausgasbilanz um 25% zu verbessern.