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Modernisierung
des Eisenbahnnetzes

Die Modernisierung des französischen Eisenbahnnetzes, die von RFF und SNCF gemeinsam durchgeführt wird, dauert noch bis 2017 und umfasst rund 1.000 Großbaustellen pro Jahr.

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Ihre Reisen
in der Zukunft
verbessern

Mit seinen 30.000 Streckenkilometern ist das französische Eisenbahnnetz das zweitgrößte in Europa. Immer mehr Züge, immer schneller, immer weiter, immer erreichbarer... Und vor allem werden auch die Fahrgäste unablässig zahlreicher, ob sie nun in die Arbeit oder in den Urlaub fahren. So hat beispielsweise in den vergangenen zehn Jahren der TGV-Verkehr um 30% zugenommen, der Regionalverkehr mit TER wuchs sogar um 50% und der Verkehr im Pariser Großraum mit Transilien stieg ebenfalls um 30% an. Und bis 2020 lassen alle Voraussagen einen weiteren Anstieg des Fahrgastaukommens um 30% erwarten.

Um dieser Entwicklung des Eisenbahnverkehrs Rechnung zu tragen, beteiligen sich Staat , Regional- und Lokalkörperschaften sowie RFF und SNCF an einem umfangreichen Programm zur Modernisierung des gesamten Streckennetzes.

Drei Prioritäten stehen auf der Tagesordnung:

  • das bestehende Netz erneuern und sicherer machen
  • neue Hochgeschwindigkeitsstrecken bauen
  • Komfort und Zuverlässigkeit der Strecken verbessern

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Heute handeln
für morgen

In den vergangenen 20 Jahren ist das französische Eisenbahnnetz trotz permanenter Instandhaltung gealtert. Deshalb kommt es aufgrund von Funktionsstörungen immer wieder zu Verspätungen und Verzögerungen.

Aus diesem Grund hat der Staat beschlossen, ab 2008 zusammen mit Réseau Ferré de France (RFF) ein nie dagewesenes Programm zur Erneuerung und Modernisierung des bestehenden Netzes durchzuführen.

Bis 2015 werden in jedem Jahr für die Modernisierung des Eisenbahnnetzes annähernd 2,5 Mrd. Euro investiert. 1.000 Infrastrukturbaumaßnahmen wurden allein im Jahr 2013 durchgeführt, 300 davon in bestimmten Zeiträumen sogar gleichzeitig. Für 2014 sind über 1.500 Baustellen vorgesehen, darunter 1.000 Großprojekte. Ein großer Teil dieser Bauarbeiten werden nachts durchgeführt.

Der Staat hat Réseau Ferré de France für dieses Modernisierungsprogramm „Grand Plan de Modernisation du Réseau ferroviaire“ (GPMR) mit einer Investitionssumme von 15 Mrd. Euro über sechs Jahre ausgestattet.

Die Baumaßnahmen unterteilen sich in drei Kategorien:

  • Modernisierung des bestehenden Netzes: Schienen, Signalisierung, Oberleitungen, Hoch- und Tiefbau (Tunnel, Brücken, Viadukte), Austausch von Bahnübergängen durch Eisenbahnbrücken etc.
  • Ausbau: Bau neuer Strecken zur Verkehrsoptimierung
  • Instandhaltung: Permanente Kontrolle des Streckennetzes und gegebenenfalls Austausch von Schwellen, Gleisabschnitten, Weichen und Oberleitungen etc.

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SNCF, RFF, wer macht was?

SNCF
  • Führt die Baumaßnahmen mit den Trupps des Konzernbereichs Infra durch.
  • Passt die Fahrpläne an und setzt Schienenersatzverkehr ein, wo es nötig ist.
  • Informiert die Fahrgäste in Bahnhöfen und Zügen sowie über digitale Kommunikationsmittel.
RFF
  • Verwaltet die Eisenbahn-Infrastrukturen.
  • Organisiert jedes Jahr 1.000 Modernisierungsprojekte, um das Netz leistungsfähiger und sicherer zu machen.
  • Plant den gesamten Zugverkehr, damit Sie entspannt reisen können.



Großbaustelle in der Region
Languedoc-Roussillon

Unsere Mitarbeiter sind derzeit für ein Großmanöver in der Region Languedoc-Roussillon mobilisiert. So musste bis zum 2. Februar 2014 aufgrund umfangreicher Bauarbeiten jeweils von Samstag, 18 Uhr bis Sonntag 11 Uhr der gesamte Schienenverkehr zwischen Montpellier und Narbonne eingestellt werden. Um die Behinderungen auf ein Minimum zu begrenzen, wurden die Maßnahmen in vier Schichten zu je 17 Stunden durchgeführt und Busse im Schienenersatzverkehr eingesetzt.

Für diese Baumaßnahmen im Rahmen des Anschlusses der Strecke Nîmes - Montpellier an das gesamte französische Schienennetz wurden 50 Mitarbeiter von SNCF INFRA und der Spezialfirma Colas Rail in Nachtschichten eingesetzt. Zusätzlich haben mehrere Dutzend freiwillige SNCF-Mitarbeiter unsere Bahnhofs-Teams verstärkt, um die Reisenden bestmöglich zu informieren.