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SNCF denkt schon an morgen

Mit verschiedenen Projekten im Teststadium entwickelt die SNCF-Forschung eine neue Mobilität, die uns allen das Leben und das Miteinander noch leichter macht.


Kontaktlose Mobilität

Nach e-Ticket, Zugfahrplänen in Echtzeit und Begleitung bis an den Bahnsteig dank SNCF Direct wird das Smartphone zum unverzichtbaren Begleiter bei Reisen mit SNCF.



ETWAS TECHNIK

„Kontaktlos“ ist ein Smartphone, das mit der Kommunikationstechnologie NFC (Near Field Contact) funktioniert. Diese Technologie ermöglicht den Austausch von Informationen zwischen Geräten mit einer Maxmalentfernung von 10 Zentimetern und die Arbeit mit zweidimensionalen Barcodes (CB2D), Piktogrammen, die mit einer Smartphone-App gelesen werden können.


DIE NEUE MOBILITÄT AUF DEM PRÜFSTAND

In Echtzeit über das Angebot an Mitfahrgelegenheiten im nächsten Bahnhof informiert werden und gleichzeitig die potenziellen Mitfahrer kontaktieren, um die Reise gemeinsam fortzusetzen: Dieses Ziel verfolgt eine mobile Website, die zu Zeit von SNCF Transilien und TER Franche-Comté erprobt wird.

Die Fahrkarte für den Zug, der in Kürze abfährt, auf dem Bahnsteig durch einfaches Scannen eines 2D-Barcodes mit dem Smartphone kaufen: Das funktioniert mit einem neuartigen, interaktiven E-Ticket-Verkaufspunkt, der von Vielfahrern mit der Carte Grand Voyageur auf der TGV-Strecke Paris-Lille getestet wird.


Virtuelle Zulassung

Virtuelle Tests setzen sich immer mehr durch. Die SNCF-Forschung treibt sie zusammen mit renommierten Industrieunternehmen immer weiter voran. Schon voraussichtlich 2015 wird es die erste zu 100% virtuelle Zertifizierung geben...



DIE HERAUSFORDERUNG
FÜR SNCF

In der Luftfahrt- und Automobilindustrie wird die virtuelle Zulassung schon seit langem genutzt. Durch die Öffnung der Grenzen in Europa steigt auch im Eisenbahnbereich der Bedarf an weitreichende und internationale Verwendbarkeit des Materials und die Reglementierungen werden immer strenger. Deshalb wird es immer entscheidender, den Zulassungsprozess zu beschleunigen und virtuelle Tests bieten hier gleich eine ganze Reihe von Vorteilen: Sie sind kostengünstiger, schneller und können alle denkbaren Einsatzbedingungen abdecken (einschließlich Extremsituationen).


WAS ZU BEWEISEN IST…

Einen Zug zulassenen heißt zu überprüfen, ob er unter den Anforderungen an Sicherheit, Komfort und Umweltverträglichkeit betrieben werden kann, die von den geltenden Normen und Leistungskatalogen gefordert werden. Die Tests erstrecken sich auf drei Bereiche.

Die Schienendynamik: herausfinden, wann ein Zug entgleist und bis zu welcher Geschwindigkeit er fahren kann, ohne die Gleise zu beschädigen.
Die Aerodynamik:
Luftverwirbelungen am Zug, Anfälligkeit für Seitenwind und die Gefahr, dass der Gleisschotter mitgerissen wird.
Der Kontakt Stromabnehmer-Oberleitung:
Reißgefahr und Risiko von Lichtbogen-Effekten.


TRIOTRAIN: 3 PROJEKTE AUF EINMAL

Das Entwicklungsprogramm TrioTRAIN wurde 2009 von der Europäischen Kommission gestartet und umfasst die drei Forschungsbereiche DynoTrain, AeroTrain und PantoTrain. In diesem Programm sind mehr als 30 Partner aus Industrie, Forschung und Verkehrsinfrastruktur beteiligt, unter anderem Bombardier, Alstom, Siemens, DB, Trenitalia, RFF und SNCF, das drei Arbeitsgebiete koordiniert. Das virtuelle Zulassungsverfahren wird bis 2015 einsatzbereit sein.


Zeiteinsparung bei Zulassungs- prozessen sind das Ziel von TrioTrain.

weniger Investition für die Zulassung eines Zuges, der bereits in einem europäischen Land rollt – eine weitere Ambition von TrioTrain.