Die französische Eisenbahn seit 1827

Seit der ersten Eisenbahnstrecke Kontinentaleuropas im Jahr 1827 hat der Zug in Frankreich menschliche Tragödien, technologische Herausforderungen, kulturelle Revolutionen und noch viel mehr erlebt... Entdecken Sie die Geschichte der Eisenbahn und jener, die sie schreiben.



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  2. 2001
  3. 2007
  4. 2011
  5. 2012
  6. 2013
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2001

EINE NEUE TGV-STRECKE: 250 KM ZUM MITTELMEER MIT 300 KM/H

Im Jahr 2001 wird das TGV-Steckennetz mit der Linie „TGV Méditerranée“ bis zum Mittelmeer erweitert. Damit können jetzt 1.500 Kilometer Schienen mit einer Geschwindigkeit von 300 km/h befahren werden. Die neuen 250 km Strecke wirken sich auf über 70 TGV-Verbindungen aus, weil die Fahrzeiten jetzt um mehr als eine Stunde kürzer werden.


Zwischen Calais und Marseille betreibt SNCF ab 2001 eine Strecke, die auf voller Länge mit 300 km/h befahren werden kann. Vor dem Start des TGV Méditerranée testet SNCF die Ausdauer ihres Materials auf der längstmöglichen Entfernung ohne anzuhalten. Die Operation „Sardine“ hat zum Ziel, die Distanz Calais-Marseille in 4 Stunden zu durchfahren. Am 26. Mai werden die 1.067,2 km in 3h29 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 306,67 km/h durchmessen. Das ist Weltrekord.


2007

EISENBAHN-KNOW-HOW À LA FRANÇAISE: 574,8 KM/H!

Am 3. April 2007 erreicht der TGV V150 um 13h13 die nie dagewesene Geschwindigkeit von 574,8 km/h auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke „Est-Européenne“ Richtung Deutschland, in der Nähe des Dorfes Éclaires im Département Marne. Das ist ein neuer absoluter Geschwindigkeitsweltrekord auf Schienen! Der V 150 besteht aus zwei Antriebseinheiten vom Typ „Est-Européen“ mit drei TGV-Duplex-Anhängern dazwischen.


Diese Garnitur entwickelt über ihre acht Antriebsachsen auf einer Länge von 107 Metern bei einem Gewicht von 270 Tonnen eine Leistung von 18 Megawatt.
Dem Zug wurde ein ganz spezielles Äußeres verpasst. Seine Lackierung, die nebenbei auch den Belastungen bei hohen Geschwindigkeiten standhalten muss, stellt einen Chromstrahl dar, wie „flüssiges Metall, das sich im Raum bewegt“. Dieser Strahl symbolisiert das Genie, den Geistesblitz, die Leistung des Menschen, der eine derartige Maschine geschaffen hat und sich damit selbst ein Denkmal setzt.
Dieser Rekord ist drei Unternehmen zu verdanken: SNCF, Alstom und Réseau Ferré de France.


2011

140 KM TGV-STRECKE ZWISCHEN RHEIN UND RHONE: EINE NEUE EUROPÄISCHE ACHSE

Am Sonntag, den 11. Dezember 2011 nimmt die siebte französische HGV-Strecke ihren Dienst auf: Die TGV-Linie Rhein-Rhone. Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke bedient gleich zwei verschiedene Verkehrsflüsse: Einmal erleichtert sie die Verbindungen zwischen Paris, der Region Franche-Comté, dem südlichen Elsass und der Schweiz durch eine spürbare Verkürzung der Reisezeiten auf diesen Achsen.


Zum anderen besteht jetzt eine direkte HGV-Verbindung zwischen den Regionen um Straßburg und Lyon und darüber hinaus sogar zwischen Deutschland und Südfrankreich.
Die 140 Kilometer lange Strecke verbindet Villers-les-Pots (östlich von Dijon) und Petit-Croix (im Osten von Belfort) und wird von zwei neu erbauten Bahnhöfen gesäumt: Besançon Franche-Comté TGV und Belfort Montbéliard TGV. Diese siebte HGV-Trasse ist auf Reisegeschwindigkeiten von 320 km/h ausgelegt.
SNCF betreibt die Linie mit den neuen Garnituren „TGV Euroduplex“, die von Alstom speziell für den internationalen Reiseverkehr gebaut werden. Einer dieser neuen TGVs fährt jeden Tag von Frankfurt über Mulhouse nach Marseille.


2012

DIE GANZE EISENBAHNER-FAMILIE FEIERT 75. JUBILÄUM

Am 30. Oktober feiert SNCF ihr 75-jähtiges Bestehen. Die gesamte Eisenbahn-Familie kommt bei dieser Gelegenheit zusammen. Eisenbahner, Konstrukteure, Investoren, Réseau Ferré de France (RFF) und Journalisten treffen sich in Paris in der Halle Freyssinet, die sich dem Anlass entsprechend in festlichem Dekor präsentiert. Rund 3.500 geladene Gäste nehmen an der außergewöhnlichen Jubiläumsveranstaltung teil, deren Höhepunkt eine Rede des Transportministers Frédéric Cuvillier ist.

Impressionen vom Fest



2013

2 MRD. TGV-FAHRGÄSTE

Die symbolische Schwelle von 2 Milliarden TGV-Fahrgästen wird am 25. Januar gemeistert. Ein riesiger Zähler ist im Pariser Gare de Lyon installiert und das Ereignis wird in 17 französischen Bahnhöfen gebührend gefeiert.

 


Aus diesem Anlass wurde auch ein gigantisches Photoalbum mit den Bildern von Tausenden von Fahrgästen angefertigt. Um die erste Milliarde Fahrgäste zu befördern, dauerte es 22 Jahre, von 1981 bis 2003. Für die zweite Milliarde haben nur zehn Jahre ausgereicht.