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Die französische Eisenbahn seit 1827

Seit der ersten Eisenbahnstrecke Kontinentaleuropas im Jahr 1827 hat der Zug in Frankreich menschliche Tragödien, technologische Herausforderungen, kulturelle Revolutionen und noch viel mehr erlebt... Entdecken Sie die Geschichte der Eisenbahn und jener, die sie schreiben.



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  2. 1987
  3. 1990
  4. 1994
  5. 1996
  6. 1997
  7. 1999
  8. ...

1996

THALYS, DUPLEX – TECHNOLOGIE IM DIENST DER SCHNELLIGKEIT

Nach dem Eurostar kümmert sich ein neues Eisenbahnprojekt um die Verbindungen zwischen Paris, Brüssel, Köln und Amsterdam. Der Thalys mit seinen unverwechselbaren Wagen in Rot und Grau kann auf allen vier Netzen fahren und ist dafür mit den jeweils nötigen Signal-, Sicherheits- und Stromabnehmersystemen ausgestattet.


Ende 1996 stellt SNCF eine Serie von 30 neuen, doppelstöckigen TGV zwischen Paris und Lyon in Dienst. Die „Duplex“-Züge haben eine um 40% höhere Kapazität und bieten 516 Fahrgästen einen Sitzplatz.


1997

GRÜNDUNG DES „ÉPIC“ RÉSEAU FÉRRE DE FRANCE

Der 1. Januar 1997 ist der Gründungstag eines Wirtschafts- und Handelsunternehmens nach öffentlichem Recht (ÉPIC): das Réseau Ferré National (RFF). Sein Geschäftszweck: Einrichtung, Ausbau und Bewirtschaftung der französischen Eisenbahn-Infrastruktur. Seine Ausstattung und die wichtigsten Eigenschaften und Aufgaben werden vom Staat festgelegt.


Das Management des Schienenverkehrs auf dem nationalen Netzwerk sowie Funktion und Unterhalt der technischen Einrichtungen werden von SNCF im Auftrag und nach von RFF definierten Regeln sichergestellt.

Alle Güter, die Teil der Infrastruktur sind sowie Immobilien, die nicht direkt der Erfüllng des Beförderungsauftrages dienen, aber dem Staat gehören und der Verwaltung von SNCF unterstehen, gehen in vollem Umfang in das Eigentum von RFF über.


1999

EIN NEUES QUALITÄSSIEGEL FÜR DIE ZÜGE DER PARISER REGION: TRANSILIEN SNCF

Am 1. September 1999 wird auf dem Schienennetz der Region Île-de-France die Erste Klasse abgeschafft. Ab sofort fahren alle Züge mit nur noch einer Klasse.
Der SNCF-Konzern, der jeden Tag annähernd 2 Millionen Fahrgäste auf diesem Netz befördert, trägt den urbanen Entwicklungen in der Region Rechnung.


Als Antwort auf die Forderung nach einem erneuerten und qualitativ verbesserten öffentlichen Dienst startet SNCF zusammen mit dem Aufgabenträger „Syndicat des Transports Parisiens“  und der Region ein Programm, in dessen Mittelpunkt die Einführung eines Qualitätslabels für alle Bahnhöfe und Züge der gesamten Region steht, das für alle Fahrgäste zu einer einheitlichen Marke werden soll: Transilien SNCF.

Dieses Label kommt drei Forderungen entgegen: Aussehen und Atmosphäre der Züge und Bahnhöfe grundlegend ändern, mit Innovationen die täglichen Pendelfahrten der Bewohner der Region, der „Franciliens“ erleichtern und sich mit Vertretern der Fahrgäste und Kommunalpolitikern koordinieren, um besser auf ihre Erwartungen eingehen zu können.


2001

EINE NEUE TGV-STRECKE: 250 KM ZUM MITTELMEER MIT 300 KM/H

Im Jahr 2001 wird das TGV-Steckennetz mit der Linie „TGV Méditerranée“ bis zum Mittelmeer erweitert. Damit können jetzt 1.500 Kilometer Schienen mit einer Geschwindigkeit von 300 km/h befahren werden. Die neuen 250 km Strecke wirken sich auf über 70 TGV-Verbindungen aus, weil die Fahrzeiten jetzt um mehr als eine Stunde kürzer werden.


Zwischen Calais und Marseille betreibt SNCF ab 2001 eine Strecke, die auf voller Länge mit 300 km/h befahren werden kann. Vor dem Start des TGV Méditerranée testet SNCF die Ausdauer ihres Materials auf der längstmöglichen Entfernung ohne anzuhalten. Die Operation „Sardine“ hat zum Ziel, die Distanz Calais-Marseille in 4 Stunden zu durchfahren. Am 26. Mai werden die 1.067,2 km in 3h29 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 306,67 km/h durchmessen. Das ist Weltrekord.


2007

EISENBAHN-KNOW-HOW À LA FRANÇAISE: 574,8 KM/H!

Am 3. April 2007 erreicht der TGV V150 um 13h13 die nie dagewesene Geschwindigkeit von 574,8 km/h auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke „Est-Européenne“ Richtung Deutschland, in der Nähe des Dorfes Éclaires im Département Marne. Das ist ein neuer absoluter Geschwindigkeitsweltrekord auf Schienen! Der V 150 besteht aus zwei Antriebseinheiten vom Typ „Est-Européen“ mit drei TGV-Duplex-Anhängern dazwischen.


Diese Garnitur entwickelt über ihre acht Antriebsachsen auf einer Länge von 107 Metern bei einem Gewicht von 270 Tonnen eine Leistung von 18 Megawatt.
Dem Zug wurde ein ganz spezielles Äußeres verpasst. Seine Lackierung, die nebenbei auch den Belastungen bei hohen Geschwindigkeiten standhalten muss, stellt einen Chromstrahl dar, wie „flüssiges Metall, das sich im Raum bewegt“. Dieser Strahl symbolisiert das Genie, den Geistesblitz, die Leistung des Menschen, der eine derartige Maschine geschaffen hat und sich damit selbst ein Denkmal setzt.
Dieser Rekord ist drei Unternehmen zu verdanken: SNCF, Alstom und Réseau Ferré de France.


2011

140 KM TGV-STRECKE ZWISCHEN RHEIN UND RHONE: EINE NEUE EUROPÄISCHE ACHSE

Am Sonntag, den 11. Dezember 2011 nimmt die siebte französische HGV-Strecke ihren Dienst auf: Die TGV-Linie Rhein-Rhone. Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke bedient gleich zwei verschiedene Verkehrsflüsse: Einmal erleichtert sie die Verbindungen zwischen Paris, der Region Franche-Comté, dem südlichen Elsass und der Schweiz durch eine spürbare Verkürzung der Reisezeiten auf diesen Achsen.


Zum anderen besteht jetzt eine direkte HGV-Verbindung zwischen den Regionen um Straßburg und Lyon und darüber hinaus sogar zwischen Deutschland und Südfrankreich.
Die 140 Kilometer lange Strecke verbindet Villers-les-Pots (östlich von Dijon) und Petit-Croix (im Osten von Belfort) und wird von zwei neu erbauten Bahnhöfen gesäumt: Besançon Franche-Comté TGV und Belfort Montbéliard TGV. Diese siebte HGV-Trasse ist auf Reisegeschwindigkeiten von 320 km/h ausgelegt.
SNCF betreibt die Linie mit den neuen Garnituren „TGV Euroduplex“, die von Alstom speziell für den internationalen Reiseverkehr gebaut werden. Einer dieser neuen TGVs fährt jeden Tag von Frankfurt über Mulhouse nach Marseille.